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„'''Havana Moon'''“ war das Pseudonym des U.S.-amerikanischen Funkamateurs '''William (Bill) Thomas Godbey''' (KB2OOR). Godbey war SIGINT-Spezialist in den USA.
„'''Havana Moon'''“ war das Pseudonym des U.S.-amerikanischen Funkamateurs '''William (Bill) Thomas Godbey''' (KB2OOR). Godbey war SIGINT-Spezialist in den USA und widmete sich später der ''Erforschung'' der [[Zahlensender]].


== Leben==
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== Wirken ==
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Mitte der 1970er Jahre begann Godbey mit Nachforschungen über das in DXer-Kreisen immer populärer werdende Thema der [[Zahlensender]]. Über die Jahre veröffentlichte er seine Ergebnisse in verschiedenen Büchern und Fachmagazinen ([[Popular Communications]]). Viele seiner damaligen Veröffentlichungen sind inzwischen zwar inhaltlich widerlegt worden, dennoch waren seine Bemühungen Pionierarbeit für die Zahlensenderbeobachter unter den DXern. Seine Rückschlüsse sind heute die Basis für die Rekonstruktion von funkgeschichtlichen Vorgängen, die auch dazu geführt haben, dass die Funktion und Bedeutung der [[Zahlensender]] tatsächlich bestätigt ist.  
Mitte der 1970er Jahre begann Godbey mit Nachforschungen über das in DXer-Kreisen immer populärer werdende Thema der [[Zahlensender]]. Über die Jahre veröffentlichte er seine Ergebnisse in verschiedenen Büchern und Fachmagazinen ([[Popular Communications]]). Viele seiner damaligen Veröffentlichungen sind inzwischen zwar inhaltlich widerlegt worden, dennoch waren seine Bemühungen Pionierarbeit für die Zahlensenderbeobachter unter den DXern. Seine Rückschlüsse sind heute die Basis für die Rekonstruktion funkgeschichtlicher Vorgänge, die auch dazu geführt haben, dass die Funktion und Bedeutung der [[Zahlensender]] tatsächlich bestätigt ist.  


Godbey war der erste Funkamateur, der sich mit Peilgerätschaften auf die Suche nach dem Ursprung von Zahlensendungen machte. Ihm ist die Entdeckung der Zahlensenderstandorte in den USA ([[E05]]) zu verdanken. Auch die Entdeckung der Quelle von [[V02]] in Kuba ist Godbey zu verdanken.  
Godbey war der erste Funkamateur, der sich mit Peilgerätschaften auf die Suche nach dem Ursprung von Zahlensendungen machte. Ihm ist die Entdeckung der Zahlensenderstandorte in den USA ([[E05]]) zu verdanken. Auch die Entdeckung der Quelle von [[V02]] in Kuba ist Godbey zu verdanken.  
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* William T. Godbey: "Cloak and daggering", ''Popular Mechanics'', November 1976, p. 8
* William T. Godbey: "Cloak and daggering", ''Popular Mechanics'', November 1976, p. 8


=== Auszüge aus seinen Veröffentlichungen ===
=== Auszug aus seinen Veröffentlichungen ===
====Godbeys Ansicht zu Zahlensendern====
'''Das Mysterium der Zahlensender'''
 
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| <blockquote><tt>Spy Numbers Transmissions' are a shortwave oddity which have been around for the last 30 years. They are commonly heard in English, German, Spanish and the Slavic languages and take the form of four and five digit groups of numbers which are preceded by a three digit "identifier" and a "group count" which corresponds to the number of number groups transmitted in the crypt. They are generally broadcast by a mechanical-sounding YL, although Morse code (CW) "cut number" transmissions are also frequently reported, as are phonetic alphabet transmissions. Several distinctly different formats have been noted.
 
The who and why aspects of these transmissions are, for the most part, unknown. Their mysterious nature has resulted in their common characterization as 'spy' transmissions. The spy theory has been enhanced over the years by the FCC's inconsistent position in response to numerous inquiries by the Shortwave Listening community. If you've never heard a numbers transmission, tune your radio to one of the frequencies on the log-list. You'll almost certainly hear a 'classic' numbers transmission which will run from 15-30 minutes. In regards the "where" - a number of sites have been identified in recent years, notably in Warrenton and Remington, VA and Miami, FL. In addition, with the aid of sophisticated RDF (radio direction finding) equipment and the invaluable assistance of highly authoritative and professional resources, several new transmission sites have been posi- tively identified over the past years, including sites in Nicaragua, Honduras, El Salvador, Cuba and Cozumel.
 
One particularly dangerous station has been interfering with air to ground traffic on 6577 kHz, a frequency allocated to international aeronautical communications in the busy Caribbean sector. On at least one monitored transmission, the air traffic controller at ARINC moved the pilot to an alternate frequency as the numbers transmission was totally blocking the frequency from effective use. An identified Cuban site (Guineo) is believed to be a major transmitter site used by DGI (Cuban Intelligence). There has been some suggestion that the numbers are a form of 'one-time- pad' - a crude but unbreakable form of encryption (unless you've got the key, that is) - if that's the case, it's very curious to note that the same five-digit groups are often seen to repeat over and over again in the very same crypt - and that the same transmissions are seen to repeat from week to week, and from month to month - so often, in fact, that tape breaks are sometimes noted. When spliced back together, the sloppy handling sometimes results in truncated 5-digit groups - the end result being amixture of 4 and 5 digit groups in the very same transmission!
 
These facts would tend to point one away from the one-time-pad concept and support a couple of other theories - suggesting that the numbers are NOT a cipher, but rather a code unto themselves, and that much of this traffic is 'dummy' in nature - broadcast simply to keep a frequency open over a long period of time. In addition, most five-digit Spanish numbers transmissions are very badly over-modulated, resulting in numerous spurs up and down frequency. When broadcast under such conditions, the numbers (6) seis and (7) siete are almost indistinguishable, making it impossible to copy a crypt without numerous errors. It is worth noting that the four-digit Spanish and English transmissions do not reflect this same technical ineptitude.
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| <blockquote><tt>Zahlensender sind eine Kurzwellen-Kuriosität, die es schon seit 30 Jahren gibt. Sie sind in der Regel in Englisch, Deutsch, Spanisch und Slawisch zu hören und bestehen aus vier- und fünfstelligen Zahlengruppen, denen eine dreistellige "Kennung" und eine "Gruppenzahl" vorangestellt sind, die der Anzahl der übertragenen verschlüsselten Zahlengruppen entspricht. Sie werden im Allgemeinen von einem mechanisch klingenden YL ausgestrahlt, obwohl Morse-Code-Übertragungen (CW) sowie Übertragungen mit phonetischen Alphabeten häufig gemeldet werden. Es wurden mehrere deutlich unterschiedliche Formate festgestellt.
 
Das Wer und Warum dieser Übertragungen ist größtenteils unbekannt. Ihre mysteriöse Natur hat zu ihrer gemeinsamen Charakterisierung als „Spionage“-Übertragungen geführt. Die Spionagetheorie wurde im Laufe der Jahre durch die inkonsistente Position der FCC auf zahlreiche Anfragen der Gemeinschaft der Kurzwellenhörer intensiviert. Wenn Sie noch nie eine Zahlensendung gehört haben, stellen Sie Ihr Radio auf eine der Frequenzen in der Protokollliste ein. Sie werden mit ziemlicher Sicherheit eine "klassische" Zahlensendung hören, die zwischen 15 und 30 Minuten dauert. In Bezug auf das "Wo" wurde in den letzten Jahren eine Reihe von Standorten identifiziert, insbesondere in Warrenton und Remington, VA und Miami, FL. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren mit Hilfe hochentwickelter RDF-Geräte (Radio Direction Finding) und der unschätzbaren Unterstützung durch maßgebliche und professionelle Ressourcen mehrere neue Übertragungsstandorte identifiziert, darunter Standorte in Nicaragua, Honduras und El Salvador, Kuba und Cozumel.
 
Eine besonders gefährliche Station hat den Luft- / Bodenverkehr auf 6577 kHz gestört, einer Frequenz, die für die internationale Luftfahrtkommunikation im stark beflogenen karibischen Sektor vorgesehen ist. Bei mindestens einer überwachten Übertragung hat der Fluglotse von ARINC den Piloten auf eine andere Frequenz umgestellt, da die Übertragung von Zahlen die effektive Nutzung der Frequenz vollständig blockierte. Es wird angenommen, dass ein identifizierter kubanischer Standort (Guineo) ein wichtiger Senderstandort ist, der von DGI (kubanischer Nachrichtendienst) verwendet wird. Es gab Hinweise darauf, dass es sich bei den Zahlen um eine Art "One-Time-Pad" handelt - eine grobe, aber unknackbare Form der Verschlüsselung (es sei denn, Sie haben den Schlüssel). Wenn dies der Fall ist, ist es sehr merkwürdig, dass die gleichen fünfstelligen Gruppen oft wiederholt werden - und dass die gleichen Übertragungen von Woche zu Woche und von Monat zu Monat wiederholt werden – tatsächlich so oft, dass man die Beschädigungen am gesendeten Tonband („Tape Breaks“) hören kann. Wenn sie wieder zusammengefügt werden, führt das schlampige Handling manchmal zu abgeschnittenen 5-stelligen Gruppen - das Endergebnis ist eine Mischung aus 4 und 5-stelligen Gruppen in derselben Übertragung!
 
Diese Tatsachen deuten darauf hin, dass man sich vom Konzept der „One-Time-Pads“ lösen sollte und einige andere Theorien wahrscheinlicher sind - was darauf hindeutet, dass die Zahlen KEINE Chiffre, sondern ein Code für sich selbst sind und dass ein Großteil dieses Datenverkehrs "Dummy" ist - einfach senden, um eine Frequenz über einen langen Zeitraum offen zu halten. Darüber hinaus sind die meisten fünfstelligen spanischen Nummernübertragungen sehr stark übermoduliert, was zu zahlreichen Frequenzanstiegen und -absenkungen führt. Unter solchen Bedingungen sind die Nummern (6) „seis“ und (7) „siete“ kaum zu unterscheiden, so dass es unmöglich ist, eine verschlüsselte Botschaft ohne zahlreiche Fehler zu kopieren. Es ist anzumerken, dass die vierstelligen spanischen und englischen Übertragungen nicht dieselbe technische Unzulänglichkeit widerspiegeln.
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==== Das Mysterium der Zahlensender ====
Der gleiche Text in einer überarbeiteten Fassung, die zwei Jahre später erschien:


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* Jerome S. Berg: "Listening on the short waves, 1945 to today", McFarland, 2008, p. 106-107
* Jerome S. Berg: "Listening on the short waves, 1945 to today", McFarland, 2008, p. 106-107
* Brett Sokol: [http://www.miaminewtimes.com/2001-02-08/news/espionage-is-in-the-air/ Espionage Is in the Air], ''Miami New Times, February 8, 2001.
* Brett Sokol: [http://www.miaminewtimes.com/2001-02-08/news/espionage-is-in-the-air/ Espionage Is in the Air], ''Miami New Times, February 8, 2001.
* [[Ary Boender]]: "[[Numbers & Oddities]]", Issue 100, November 6, 2005 [http://www.cvni.net/radio/nsnl/nsnl100/nsnl100.html].
* [[Ary Boender]]: [http://www.cvni.net/radio/nsnl/nsnl100/nsnl100.html "[[Numbers & Oddities]]", Issue 100, November 6, 2005].
* Maris Goldmanis: "Before Enigma: The Early Numbers Stations Monitors" [https://www.numbers-stations.com/articles/before-enigma-the-early-numbers-stations-monitors/], Numbers Stations Research and Information Center.
* Maris Goldmanis: [https://www.numbers-stations.com/articles/before-enigma-the-early-numbers-stations-monitors/ "Before Enigma: The Early Numbers Stations Monitors" ], Numbers Stations Research and Information Center.

Version vom 1. Juni 2019, 20:21 Uhr

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Letzte Bearbeitung am 01. 06. 2019


William T. Godbey a.k.a. "Havana Moon"

Havana Moon“ war das Pseudonym des U.S.-amerikanischen Funkamateurs William (Bill) Thomas Godbey (KB2OOR). Godbey war SIGINT-Spezialist in den USA und widmete sich später der Erforschung der Zahlensender.

Leben

Godbey hat für einen Regierungsdienst der USA als SIGINT-Spezialist gearbeitet, höchst wahrscheinlich die CIA, möglicherweise sogar für die NSA. Nachdem er seinen Dienst dort in den frühen 1960er Jahren beendet hatte arbeitete er zunächst als freier Journalist und Reporter für verschiedene Agenturen und Rundfunksender. Er lebte viele Jahre in der Gegend von West Palm Beach, zog später dann nach Briarcliff Manor, Ossining, NY. Dort verstarb er im Jahre 1996.

Das Pseudonym

Sein Pseudonym entstammt dem gleichnamigen Album von Carlos Santana, das im April 1983 erschien. Damit gab er bereits einen Hinweis auf den Ursprung eines Zahlensenders, über den er später berichtete.

Wirken

Mitte der 1970er Jahre begann Godbey mit Nachforschungen über das in DXer-Kreisen immer populärer werdende Thema der Zahlensender. Über die Jahre veröffentlichte er seine Ergebnisse in verschiedenen Büchern und Fachmagazinen (Popular Communications). Viele seiner damaligen Veröffentlichungen sind inzwischen zwar inhaltlich widerlegt worden, dennoch waren seine Bemühungen Pionierarbeit für die Zahlensenderbeobachter unter den DXern. Seine Rückschlüsse sind heute die Basis für die Rekonstruktion funkgeschichtlicher Vorgänge, die auch dazu geführt haben, dass die Funktion und Bedeutung der Zahlensender tatsächlich bestätigt ist.

Godbey war der erste Funkamateur, der sich mit Peilgerätschaften auf die Suche nach dem Ursprung von Zahlensendungen machte. Ihm ist die Entdeckung der Zahlensenderstandorte in den USA (E05) zu verdanken. Auch die Entdeckung der Quelle von V02 in Kuba ist Godbey zu verdanken.

Veröffentlichungen

Havana Moon Logo (HFU).jpg

Auszug aus seinen Veröffentlichungen

Das Mysterium der Zahlensender

Originaltext Übersetzung

In response to a recent question about Numbers Stations, their origin and purpose, the following information should be of interest. This article was initially written about two years ago - with the massive changes in Eastern Europe, one would think the broadcasts would have diminished. No such luck. Certain of the transmissions have ceased, that's true - but many others continue, and new ones continue to appear. An ongoing mystery, to be sure.

"Spy Numbers Transmissions" are a shortwave oddity which have been around for the last 25 years. They are commonly heard in English, German, Spanish and the Slavic languages and take the form of four and five digit groups of numbers which are preceded by a three digit "identifier" and "group count". They are generally broadcast by a mechanical-sounding female voice, although Morse code (CW) "cut number" transmissions are also frequently reported. Several distinctly different transmission formats have been noted.

The "who" and "why" aspects of these transmissions are, for the most part, unknown. Their mysterious nature has resulted in their common characterization as 'spy' transmissions. Information on the "where" aspects below.

The spy theory has been enhanced over the years by the FCC's inconsistent position in response to numerous inquiries by the Shortwave Listening community.

If you've never heard a numbers transmission, tune your radio to 11468 kHz any Saturday at 4pm EST (2100 UTC). You'll almost certainly hear a 'classic' numbers transmission which will run from 15-30 minutes. The signal from this Saturday transmission is very powerful and can be heard across the United States.

In regards the "where" - a number of sites have been identified in recent years, notably in Warrenton and Remington, VA and Miami, FL. In addition, with the aid of sophisticated RDF (radio direction finding) equipment and the invaluable assistance of highly authoritative and professional resources, three new transmission sites have been positively identified in recent weeks. They include the following: 1. A five-digit Spanish station on 6577 kHz has been traced to a site near Jinotega, Nicaragua. This station has been creating interference on this frequency which is allocated to air-to-ground communications for international airliners in the busy Caribbean sector. 2. A five-digit Spanish station on 3927 kHz has been located approximately 15 miles SW of Havana near Guineo, Cuba. 3. A five-digit CW station on 3690 kHz has also been traced to Guineo, Cuba.

Another government source believes Guineo to be a major transmitter site used by DGI (Cuban Intelligence).

Finally, there has been wide speculation that these transmissions are messages which are meant to be decoded using a 'one-time- pad' -- If that is the case, it's very curious to note that the same five digit groups are oftentimes seen to repeat over and again in the same crypt -- and that the very same transmissions are seen to repeat from week to week, and from month to month - so often, in fact, that tape breaks are sometimes noted! When spliced back together, the 'sloppy' handling sometimes results in truncated 5-digit groups - the end result being a mixture of 4 and 5-digit groups in the very same transmission!

These facts would tend to point one away from the one-time-pad concept and support a couple of other theories - suggesting that the numbers are NOT a cipher, but rather a code unto themselves, and that much of this traffic is 'dummy' in nature - broadcast simply to keep a frequency open over a long period of time.

In addition, most five-digit Spanish numbers transmissions are very badly over-modulated, resulting in numerous spurs up and down frequency. When broadcast under such conditions, the numbers (6) seis and (7) siete are almost indistinguishable, making it impossible to copy a crypt without numerous errors.

It is worth noting that the four-digit Spanish and English transmissions do not reflect this same technical ineptitude. There are a number of reference materials available which provide detailed information about cryptography and cryptanalysis, in general, and numbers crypts, specifically. I'd be happy to provide anyone interested with a list of books.

Only two publications I know of are currently available which provide regular coverage of numbers, clandestine, pirate and other interesting transmissions. The ACE Bulletin (monthly newsletter of the Association of Clandestine Enthusiasts - PO Box 11201, Department KK, Shawnee Mission, KS 66207) and The Numbers Factsheet - PO Box 149, Briarcliff Manor, NY 10510, of which I am the Executive Editor. Sample edition of The ACE is $2.00, annual dues $18.00; sample edition of The Numbers Factsheet is $6.00, annual subscription is $20.00.

For those of you with access to shortwave - I'll be doing another live interview on this topic - among others - next Saturday night on Radio Free New York - 7520 kHz at 11pm Eastern.

"Havana Moon"

Bei der Beantwortung einer aktuellen Frage zu Zahlensendern, ihrer Herkunft und ihrem Zweck sollten die folgenden Informationen von Interesse sein. Dieser Artikel wurde ursprünglich vor ungefähr zwei Jahren geschrieben - mit den massiven Veränderungen in Osteuropa würde man meinen, die Sendungen hätten abgenommen. Mitnichten. Einige der Übertragungen haben aufgehört, das ist wahr - aber viele andere fahren fort und neue erscheinen weiterhin. Ein ständiges Rätsel, ganz sicher.

„Spy Numbers Transmissions“ sind eine Kurzwellen-Kuriosität, die es schon seit 25 Jahren gibt. Sie sind in der Regel in Englisch, Deutsch, Spanisch und Slawisch zu hören und bestehen aus vier- und fünfstelligen Zahlengruppen, denen eine dreistellige "Kennung" und "Gruppenzahl" vorangestellt ist. Sie werden in der Regel von einer mechanisch klingenden Frauenstimme ausgestrahlt, obwohl häufig auch Morsecode-Sendungen (CW) gemeldet werden. Es wurden mehrere deutlich unterschiedliche Übertragungsformate festgestellt.

Das "Wer" und "Warum" dieser Übertragungen ist größtenteils unbekannt. Ihre mysteriöse Natur hat zu ihrer gemeinsamen Charakterisierung als "Spionage" -Übertragungen geführt. Informationen zu den "Wo" -Aspekten weiter unten.

Die Spionagetheorie wurde im Laufe der Jahre durch die inkonsistente Position der FCC auf zahlreiche Anfragen der Gemeinschaft der Kurzwellenhörer intensiviert.

Wenn Sie noch nie eine Nummernsendung gehört haben, stellen Sie Ihr Radio jeden Samstag um 16 Uhr EST (2100 UTC) auf 11468 kHz ein. Sie werden mit ziemlicher Sicherheit eine "klassische" Zahlensendung hören, die zwischen 15 und 30 Minuten dauert. Das Signal dieser Samstagsübertragung ist sehr stark und in den gesamten USA zu hören.

In Bezug auf das "Wo" wurde in den letzten Jahren eine Reihe von Standorten identifiziert, insbesondere in Warrenton und Remington, VA und Miami, FL. Darüber hinaus wurden in den letzten Wochen mit Hilfe von hochentwickelten RDF-Geräten (Radio Direction Finding) und der unschätzbaren Unterstützung durch hoch maßgebliche und professionelle Ressourcen drei neue Übertragungsstandorte positiv identifiziert. Sie umfassen Folgendes: 1. Ein fünfstelliger spanischer Sender auf 6577 kHz wurde in der Nähe von Jinotega, Nicaragua, ausfindig gemacht. Diese Station hat Störungen auf dieser Frequenz verursacht, die der Luft-Boden-Kommunikation für internationale Verkehrsflugzeuge im geschäftigen karibischen Sektor zugeordnet sind. 2. Eine fünfstellige spanische Station auf 3927 kHz befindet sich etwa 24 km südwestlich von Havanna in der Nähe von Guineo auf Kuba. 3. Ein fünfstelliger CW-Sender auf 3690 kHz wurde ebenfalls in Guineo, Kuba, gefunden.

Eine andere regierungsnahe Quelle geht davon aus, dass Guineo ein wichtiger Sender ist, der von der DGI (kubanischer Nachrichtendienst) genutzt wird.

Schließlich wurde vielfach darüber spekuliert, dass es sich bei diesen Übertragungen um Nachrichten handelt, die mit einem „One-Time-Pad“ dekodiert werden sollen. In diesem Fall ist es sehr merkwürdig, dass häufig dieselben fünfstelligen Gruppen immer und immer wieder in der gleichen Form gesendet werden - und dass sich dieselben Übertragungen von Woche zu Woche und von Monat zu Monat wiederholen - so oft, dass Bandrisse manchmal bemerkt werden! Beim erneuten Zusammenfügen führt die "schlampige" Behandlung manchmal zu abgeschnittenen 5-stelligen Gruppen - das Endergebnis ist eine Mischung aus 4-stelligen und 5-stelligen Gruppen in derselben Übertragung!

Diese Tatsachen neigen dazu, sich vom Konzept der „One-Time-Pads“ zu lösen und einige andere Theorien zu unterstützen - was darauf hindeutet, dass die Zahlen KEINE Chiffre, sondern ein Code für sich selbst sind und dass ein Großteil dieses Datenverkehrs "Dummy" ist - einfach senden, um eine Frequenz über einen langen Zeitraum offen zu halten.

Darüber hinaus sind die meisten fünfstelligen spanischen Nummernübertragungen sehr stark übermoduliert, was zu zahlreichen Frequenzanstiegen und -absenkungen führt. Unter solchen Bedingungen sind die Nummern (6) „seis“ und (7) „siete“ kaum zu unterscheiden, so dass es unmöglich ist, eine Übertragung ohne zahlreiche Fehler mitzuschreiben.

Es ist anzumerken, dass die vierstelligen spanischen und englischen Übertragungen nicht dieselbe technische Unzulänglichkeit widerspiegeln. Es gibt eine Reihe von Referenzmaterialien, die detaillierte Informationen zur Kryptographie und Kryptoanalyse im Allgemeinen und zur Anzahl der Krypten im Besonderen enthalten. Gerne stelle ich allen Interessierten eine Bücherliste zur Verfügung.

Derzeit sind nur zwei mir bekannte Veröffentlichungen verfügbar, in denen regelmäßig Zahlen, Geheimnisse, Piraten und andere interessante Übertragungen behandelt werden. Das ACE Bulletin (monatlicher Newsletter der Association of Clandestine Enthusiasts - PO Box 11201, Department KK, Shawnee Mission, KS 66207) und das The Numbers Factsheet - PO Box 149, Briarcliff Manor, NY 10510, dessen Chefredakteur ich bin. Die Beispielausgabe von The ACE kostet 2,00 USD, der Jahresbeitrag 18,00 USD. Die Musterausgabe von The Numbers Factsheet kostet 6,00 USD, das Jahresabonnement 20,00 USD.

Für diejenigen unter Ihnen, die Kurzwelle hören können, werde ich am kommenden Samstagabend im Radio Free New York - 7520 kHz um 23:00 Uhr Eastern - ein weiteres Live-Interview zu diesem Thema geben.

"Havana Moon"

Einzelnachweise