Winfried Otto Schumann: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Winfried Otto Schumann''' (* 20. Mai 1888 in Tübingen; † 22. September 1974 in München) war ein deutscher Physiker, der durch die Voraussage der [[Schumann-Resonanz]] bekannt wurde.
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'''Winfried Otto Schumann''' (* [[20. Mai]] [[1888]] in [[Tübingen]]; † [[22. September]] [[1974]] in [[München]]) war ein deutscher [[Physiker]], der durch die Voraussage der [[Schumann-Resonanz]] bekannt wurde.


== Leben ==
== Leben ==
Seine Jugend verbrachte er in [[Kassel]] und in [[Berndorf (Niederösterreich)|Berndorf]] nahe [[Wien]]. Er studierte [[Elektrotechnik]] an der [[Universität Karlsruhe|Polytechnischen Schule]] in [[Karlsruhe]]. 1912 promovierte er im Themengebiet der [[Hochspannung]]stechnologie.
Seine Jugend verbrachte er in Kassel und im niederösterreichischen Berndorf nahe Wien. Er studierte Elektrotechnik an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe. 1912 promovierte er im Themengebiet der Hochspannungstechnologie.


Vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er Leiter des Hochspannungslabors bei [[Brown, Boveri & Cie]]. 1920 wurde er Professor an der [[Universität Stuttgart|Technischen Hochschule Stuttgart]], wo er vorher als Forschungsassistent tätig war. Danach wurde er Professor für Physik an der [[Universität Jena]]. Anschließend wurde er 1924 Professor am elektrophysikalischen Laboratorium der [[Technische Universität München|Technischen Universität München]], das spätere Elektrophysikalische Institut, wo er bis zu seiner Pensionierung 1961 und auch danach bis ins Alter von 75 Jahren tätig war. 1947 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.
Vor dem Ersten Weltkrieg war er Leiter des Hochspannungslabors bei Brown, Boveri & Cie. 1920 wurde er Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart, wo er vorher als Forschungsassistent tätig war. Danach wurde er Professor für Physik an der Universität Jena. Anschließend wurde er 1924 Professor am elektrophysikalischen Laboratorium der Technischen Universität München, das spätere Elektrophysikalische Institut, wo er bis zu seiner Pensionierung 1961 und auch danach bis ins Alter von 75 Jahren tätig war. 1947 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.


Schumann starb im Alter von 86 Jahren.
Schumann starb im Alter von 86 Jahren.


== Werk ==
== Werk ==
Schumann postulierte, dass die [[Ionosphäre]], ein Teil der Erdatmosphäre, einen [[Hohlraumresonator]] bildet, so dass sich [[Stehende Welle|stehende]] [[elektromagnetische Welle]]n mit bestimmten Resonanzfrequenzen einstellen. Er untersuchte dieses Phänomen unter Berücksichtigung von [[Dämpfung]] und Anregung der Resonanzen durch [[Blitz]]e in einer Serie von Artikeln in den Jahren 1952–57. Diese resonanten Wellen sind nach ihm als [[Schumann-Resonanz]]en benannt worden und wurden 1960 experimentell nachgewiesen.
Schumann postulierte, dass die [[Ionosphäre]], ein Teil der Erdatmosphäre, einen Hohlraumresonator bildet, so dass sich [[Stehende Welle|stehende]] [[elektromagnetische Welle]]n mit bestimmten Resonanzfrequenzen einstellen. Er untersuchte dieses Phänomen unter Berücksichtigung von Dämpfung und Anregung der Resonanzen durch Blitze in einer Serie von Artikeln in den Jahren 1952–57. Diese resonanten Wellen sind nach ihm als [[Schumann-Resonanz]]en benannt worden und wurden 1960 experimentell nachgewiesen.


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references />
<references />
== Literatur ==
== Literatur ==
*{{NDB|23|753|754|Schumann, Winfried Otto|Margot Fuchs, Gerhard Haerendel|117303615}}
* Margot Fuchs, Gerhard Haerendel: [http://www.deutsche-biographie.de/pnd117303615.html Schumann, Winfried Otto]. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 753 f.
 


== Weblinks ==
== Weblinks ==
* {{DNB-Portal|117303615}}
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=117303615 Literatur von und über Winfried Otto Schumann] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
* [http://www.hese-project.org/hese-uk/en/papers/schlegel_schumann.pdf 50 Years of Schumann Resonance, Kristian Schlegel1 and Martin Füllekrug] (PDF-Datei; 656&nbsp;kB)
* [http://www.hese-project.org/hese-uk/en/papers/schlegel_schumann.pdf 50 Years of Schumann Resonance, Kristian Schlegel1 and Martin Füllekrug] (PDF-Datei; 656&nbsp;kB)
* [http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0708/0708.4249v2.pdf Examples of the Zeroth Theorem of the History of Science] (PDF-Datei; 542&nbsp;kB)
* [http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/0708/0708.4249v2.pdf Examples of the Zeroth Theorem of the History of Science] (PDF-Datei; 542&nbsp;kB)

Version vom 12. März 2014, 08:48 Uhr

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Winfried Otto Schumann (1974)

Winfried Otto Schumann (* 20. Mai 1888 in Tübingen; † 22. September 1974 in München) war ein deutscher Physiker, der durch die Voraussage der Schumann-Resonanz bekannt wurde.

Leben

Seine Jugend verbrachte er in Kassel und im niederösterreichischen Berndorf nahe Wien. Er studierte Elektrotechnik an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe. 1912 promovierte er im Themengebiet der Hochspannungstechnologie.

Vor dem Ersten Weltkrieg war er Leiter des Hochspannungslabors bei Brown, Boveri & Cie. 1920 wurde er Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart, wo er vorher als Forschungsassistent tätig war. Danach wurde er Professor für Physik an der Universität Jena. Anschließend wurde er 1924 Professor am elektrophysikalischen Laboratorium der Technischen Universität München, das spätere Elektrophysikalische Institut, wo er bis zu seiner Pensionierung 1961 und auch danach bis ins Alter von 75 Jahren tätig war. 1947 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Schumann starb im Alter von 86 Jahren.

Werk

Schumann postulierte, dass die Ionosphäre, ein Teil der Erdatmosphäre, einen Hohlraumresonator bildet, so dass sich stehende elektromagnetische Wellen mit bestimmten Resonanzfrequenzen einstellen. Er untersuchte dieses Phänomen unter Berücksichtigung von Dämpfung und Anregung der Resonanzen durch Blitze in einer Serie von Artikeln in den Jahren 1952–57. Diese resonanten Wellen sind nach ihm als Schumann-Resonanzen benannt worden und wurden 1960 experimentell nachgewiesen.

Einzelnachweise


Literatur

  • Margot Fuchs, Gerhard Haerendel: Schumann, Winfried Otto. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 753 f.


Weblinks

Quelle