Sandbox:Zahlensender des Bundesnachrichtendienstes Version 2

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Baustelle neu.jpg Dies ist eine Sandbox für den RC-1 des Artikels Zahlensender des Bundesnachrichtendienstes Version 2!

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Neue (!!!) erste Fassung RC-1
Besondere Anmerkungen oder Notizen:
Der ursprüngliche Artikel ist deutlich aus den Fugen geraten und bietet keinen Roten Faden mehr. Darum erstelle ich den Artikel in dieser Version 2 einmal neu! TiNG (Diskussion) 16:05, 2. Okt. 2021 (UTC)
Letzte Bearbeitung am 21. 01. 2022


Die Zahlensender des Bundesnachrichtendienstes zählen zu den bekanntesten weltweit. Sie waren nicht nur in Europa gut zu hören, sondern weit darüber hinaus, denn der BND nutzte ein entsprechend großes Frequenzspektrum für seinen Agentenfunk. Daher wurden während der aktiven Zeit der BND-Zahlensender zahlreiche Logs aus den USA und sogar Asien bekannt. Der Bundesnachrichtendienst betrieb insgesamt vier Zahlensender im Sprachbetrieb (G14, G15, G16 und E16). Hinzu kommt mit M15 noch ein gemorster Kurzsignalsender, über dessen Funktionsweise jedoch nur sehr wenig bekannt ist. Die ENIGMA-Gruppe hat die BND-Zahlensender zur sogenannten „Family VI“ zusammengefasst.

Betreiber

Da drei verschiedene Zahlensender mit gleichem Format in deutscher, jedoch nur einer dieser Familie in englischer Sprache, auf der Kurzwelle aktiv war, stand schnell fest, dass G14, G15, G16 und E16 einem deutschen Geheimdienst zuzuordnen sind. Die Bundesrepublik Deutschland unterhält seit 1956 drei größere Nachrichtendienste (in Klammern das offizielle Gründungsdatum):

Hinzu kommen die 16 Landesämter für Verfassungsschutz und im weiteren Sinne auch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik). Das BfV und das BAMAD arbeiten im Schwerpunkt als Spionageabwehr, zum einen im zivilen Bereich und zum anderen zum Schutz der Truppen der Bundeswehr. Die Tätigkeiten umfassen unter anderem den Geheimschutz, den Sabotageschutz, die Terrorabwehr und den Schutz der Wirtschaft. Sie sind daher als abwehrende Nachrichtendienste zu bezeichnen.

Der Bundesnachrichtendienst dagegen ist der Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik. Er ist nach dem sogenannten BND-Gesetz beauftragt, Erkenntnisse über das Ausland zu sammeln, die für die Bundesrepublik Deutschland von außen- und sicherheitspolitischem Interesse sind, diese auszuwerten und der Regierung vorzulegen. Dazu darf er sich verschiedener Instrumente bedienen, zum Beispiel der Funkaufklärung vom heimischen Boden aus oder dem Einsatz von Agenten.

Da die Zahlensender der Familie VI nicht nur in ganz Europa, sondern nahezu weltweit empfangen werden konnten, kam als Urheber nur der Bundesnachrichtendienst in Frage. Erste Hinweise auf einen westdeutschen Nachrichtendienst ergaben sich schon in den 1950er Jahren aus den von G14 verwendeten Rufzeichen DFC37 und DFD21. Durch das gleiche Format der Nachrichtensendungen von G15 und G16/E16 war der Schulterschluss zum Bundesnachrichtendienst als Betreiber dieser Senderfamilie schnell vollzogen.

Geschichte

Die Historie der BND-Zahlensender beginnt schon unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg und reicht bis an das Ende der 1990er Jahre. Somit zählen diese Zahlensender mit 51 Jahren Aktivität zu den am langlebigsten der Funkgeschichte. Bedingt durch den Eisernen Vorhang, der sich unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg mitten durch Deutschland zog und den Kalten Krieg damit hauptsächlich auf deutschem Boden stattfinden ließ, war die neu gegründete Bundesrepublik Deutschland einer der Hauptschauplätze des nachrichtendienstlichen Ost-West-Konflikts.

1946 – 1956 (Organisation Gehlen)

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Aufteilung Deutschlands in die vier Besatzungszonen waren es die USA, die, in Vorahnung des Kalten Krieges, geheimdienstliche Aktivitäten in Deutschland forcierten. Sie beauftragten im Frühjahr 1946 den Wehrmachtsoffizier Oberstleutnant Hermann Baun mit dem Aufbau nachrichtendienstlicher Strukturen in Westdeutschland. Das Projekt erhielt den amerikanischen Codenamen „Operation Rusty“. Baun begann damit, zunächst einen Stab aufzustellen, den er selbst leitete, sowie mehrere zentral organisierte Dienststellen in Westdeutschland zu etablieren. Der Stab war in einem separierten Bereich innerhalb des US Military Intelligence Service Center im Camp King, Oberursel, untergebracht. Ab August 1946 wurde der Beschaffungsstab in ein ehemaliges Hotel ins 15 Kilometer entfernte Schmitten (Tarnname: „Dustbin“) [1] verlegt. Auch das ehemalige „Opel-Jagdhaus“ im Weihergrund von Anspach wurde genutzt[2]. Für das Stabspersonal griff Baun überwiegend auf ehemalige Angehörige der Abwehr-Leitstelle „Walli I“ zurück. Im Frühjahr 1947 umfasste der Stab 25 Personen. Der Bereich Sichtung des Stabes bewertete die von den Außenorganisationen beschafften Meldungen nach Neuigkeitswert und Glaubwürdigkeit. Die Sichtung gliederte sich sachthematisch in die vier Arbeitsgebiete Militär, Wirtschaft, Politik sowie Gegenspionage/Spionageabwehr[3].

Reinhard Gehlen in Uniform der Wehrmacht, 1943

Im Juli 1946 kehrte der spätere Leiter der neuen Organisation, Generalmajor Reinhard Gehlen, aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurück und wurde in die „Operation Rusty“ integriert. Im Februar wurde Gehlen dann von der US-Army als „German Chief of Operation Rusty“ eingesetzt. Am 6 Dezember 1947 zog die Organisation in die spätere BND-Liegenschaft in Pullach und ehemalige „Reichssiedlung Rudolf Heß“ in Pullach bei München. Das Umzugsdatum, der Nikolaustag, brachte dem Quartier den Spitznamen „Camp Nikolaus“ ein. Gehlen verhalf vielen ehemaligen Mitarbeitern der zuvor von ihm geleiteten „Abteilung Fremde Heere Ost“ des Oberkommandos des Heeres, die für die Bewertung der Feindlage an der Ostfront durch Auswertung von Nachrichten zuständig war, zu einer neuen Karriere in der jungen Bundesrepublik. Gehlens Abteilung hatte den Ruf der systematischen und exakt dokumentierenden Detailarbeit.

Am 1 Juli 1949 wechselte der Geld- und Auftraggeber der „Organisation Gehlen“ von der US-Army an die im Jahr 1947 gegründete Central Intelligence Agency (CIA). Im November 1948 wurde der CIA-Mitarbeiter James H. Critchfield nach Pullach geschickt, um die Möglichkeit einer Übernahme zu prüfen. Aufgrund seines Berichts vom 17. Dezember 1948 beschlossen am 27. Dezember 1948 der damalige CIA-Chef Roscoe H. Hillenkoetter und der Leiter des Nachrichtendienstes der US-Army, S. Leroy Erwin, die Übernahme. Die Organisation lief in der CIA von 1949 bis 1950 unter der Bezeichnung „Offspring“, von 1950 bis 1951 unter „Odeum“ und ab 1951 bis 1956 unter „Zipper“[4][5]

Nach Willen der CIA sollte sich die „Organisation Gehlen“ bei der Beschaffung auf die DDR, Polen und Rumänien konzentrieren. Der Beschaffungsbereich war in drei Gruppen gegliedert: Gegenspionage/Spionageabwehr, Strategische Aufklärung und Nahaufklärung. Nach nur einem Jahr, zum Jahresbeginn 1952, wurden Strategische und Nahaufklärung wieder zusammengelegt, weil sich die Trennung nicht bewährt hatte. Dazu gehörten die drei Bereiche DDR, übrige Satellitenstaaten und Sowjetunion. Der operative Außenbereich wurde im August 1949 konsolidiert. An ihrer Spitze standen sechs sogenannte Generalvertretungen (GV): GV A (Salzburg), GV C (Darmstadt), GV E (Ulm), GV G (Frankfurt am Main) GV H (ebenfalls Frankfurt), GV L (Karlsruhe). Diesen nachgeordnet waren Bezirksvertretungen, Untervertretungen und Filialen. Die Generalvertretungen übernahmen allgemeine Steuerungs- und Koordinierungsaufgaben. Sie verteilten die Aufklärungsforderungen der Zentrale, sammelten die eingehenden Meldungen, prüften sie und leiteten sie zur Sichtung nach Pullach weiter. Auch waren sie für die Funktechnik, die Schulung und allgemeine Sicherheit zuständig. Alle Generalvertretungen mit Ausnahme der GV A hatten die DDR-Beschaffung zum Auftrag. Für Rumänien war die GV A zuständig, für die Tschechoslowakei die GV C und E. Die GV L war auf Gegenspionage und Spionageabwehr fokussiert. Zum 1. Juni 1951 wurde die GV A aufgelöst und etwa zeitgleich die GV B (Bremen) geschaffen. Ein weiterer Typ der Außenorganisationen waren die Projektgruppen (später: Organisationsgruppen), die direkt von Pullach geführt wurden und zwischen November 1950 bis Frühjahr 1951 entstanden. Im Zuge einer Verhaftungswelle von Spionen in der DDR im Herbst 1953 kann es zum Jahresbeginn 1954 zu umfangreichen Umbenennungen von Organisationseinheiten[6].

1950 wurde die Abteilung „40“ geschaffen, die sich in die sogenannte III-Tätigkeit und innenpolitische Berichterstattung gliederte. Der III-Bereich war der deutlich größere und untergliederte sich in Spionageabwehr und Gegenspionage, ergänzt um selbständige Referate für die Eigensicherung des Dienstes, zur Bearbeitung von Sicherheitsvorfällen und der „Kartei“. Aktive Gegenspionage, also die Infiltration von Nachrichtendienstes des Ostblocks, betrieb die Abteilung nicht. Seit dem 1. Oktober 1953 gehörte Heinz Felfe der Abteilung an[7]. Felfe war ein Maulwurf des sowjetischen KGB, der erst 1961 enttarnt wurde. Der KGB hatte die Verstrickung Felfes in NS-Verbrechen benutzt, um ihn noch vor seinem Eintritt in die Organisation Gehlen anzuwerben[8].

Im Februar 1951 richtete die Organisation ein halboffizielles Verbindungsbüro in Bonn ein (Deckname: „Forsthaus“), dessen erster Leiter der spätere Generalmajor der Bundeswehr Karl Kleyser war. An ausgewählte Abnehmer sandte die Organisation Berichte unter der Bezeichnung „Kundendienst“ [9].

Während der Schwerpunkt der Organisation die militärische Aufklärung war, bildete die politische Aufklärung einen abgeschirmten Sonderbereich mit dem Namen „Archiv“. Aus diesem wurde beim Übergang zum BND der „Strategische Dienst“[10]. Ab 1954 erhielt die Organisation seitens der Bundesregierung eine monatliche Finanzierung von 30.000 DM, mit der der Ausbau des „Archivs“ (teil-)finanziert wurde[11].

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Bundesrepublik gestaltete sich die technische Ausstattung der Agenten als schwierig. Neues Gerät konnte mangels finanzieller Mittel zunächst nur für die Dienststellen auf westdeutschem Boden beschafft werden. Zwar stellten die US-Army und später der CIA zahlreiche Mittel zur Verfügung, doch die Schwierigkeit, die Agenten in den Zielländern führen zu können, blieb zunächst bestehen. Die Auftragserteilung in den ersten Jahren der „Organisation Gehlen“ wurde noch per Kurier abgewickelt. Dennoch befasste man sich schon 1946 mit dem Aufbau einer entsprechenden Abteilung, welche die Führung von Agenten per „Radio“ organisieren sollte. Dazu wurde die bisherige interne Organisation 56 („Funkwesen“) in zwei separate Abteilungen (56 – Agentenfunk und 57 – Funkaufklärung) umgegliedert. Die neue „Organisation 56“ zog ins Schloss Ising am Chiemsee. Dort wurde gleichzeitig eine Empfangsstelle aufgebaut. Gesendet wurde aus einem Gebäude der Chiemsee-Yacht-Schule in Prien[12]. Gleichzeitig begann die „Organisation Gehlen“ mit dem Aufbau einer Reihe von Schulen für das Funkwesen, zum Beispiel 1947 in Geltendorf bei München, Deckname sinnigerweise „Kindergarten“. Eine weitere Schulungseinrichtung entstand im Frühjahr 1949 in Grünwald, ebenfalls bei München, Deckname „Studio“. Ab Januar 1951 wurde die Mehrzahl der Agentenfunker in Westberlin ausgebildet – im Westen lag der Schwerpunkt der Ausbildung bei den Funkern, die in den Leitstellen ihren Dienst verrichteten.

Eine dieser Leitstellen befand sich im hessischen Oberursel im Taunus, Deckname „Blue House“. Dort wurde zunächst mit Kofferfunkgeräten amerikanischer Bauart, Leistung 15 Watt, gearbeitet. Diese stellten sich bei den zunächst durchgeführten Verbindungen mit den Funkschulen als zu unpräzise heraus und die „Organisation Gehlen“ stieg auf deutsche Empfänger um[13].

Anfangs wurden Agenten per Morsecode geführt. Erste regelmäßige Sendungen in die Zielgebiete DDR, Rumänien, Polen und Tschechoslowakei kamen aus dem Raum Frankfurt, wahrscheinlich aus dem Dienstsitz „Blue House“ in Oberursel, und wurden auf 3370,0 und 4010,0 kHz getätigt. Die Übertragungen fanden nach heutigen Erkenntnissen (Stand Oktoberr 2021) in Morsecode statt. Später wurden die Frequenzen von G14 für den sogenannten Telefonie-Rundspruch genutzt. Die Sendungen begannen 1951 auf 3370,0 kHz und 1953 auf 4010,0 kHz[14].

1956 - 1959 (Aufstellung des BND)

Bereits 1951 begann die Diskussion über die Einrichtung eines oder mehrerer Nachrichtendienste auf Bundesebene[15]. Laut einem Bericht der CIA wurde der Name „Bundesnachrichtendienst“ erstmals im August und September 1952 bei Gesprächen im Bundeskanzleramt verwendet. An den geheimen Gründungsgesprächen, die im Büro des damaligen Ministerialrates Karl Gumbel stattfanden, nahmen neben Hans Globke und Reinhard Gehlen auch die Gehlenmitarbeiter Hans von Lossow, Horst Wendland und Werner Repenning teil[16]. Mit dem Deutschlandvertrag erhielt die Bundesrepublik die Zustimmung der Alliierten, über einen eigenen Auslandsnachrichtendienst verfügen zu dürfen[17]. Am 1.April 1956 wurde die Organisation Gehlen als „Bundesnachrichtendienst“ in die Bundesverwaltung übernommen.

Am 11. Juli 1955 wurde dem Bundeskabinett der Organisationserlass zur Errichtung des BND vorgelegt[18]. Am 20. Dezember 1955 gab das Vertrauensmänner-Gremium, der Vorläufer des Parlamentarischen Kontrollgremiums, seine Zustimmung zur BND-Errichtung[19]. Grundlage für die Übernahme bildete ein Gutachten des Bundesbeauftragten für Wirtschaftlichkeit in der Bundesverwaltung, in Personalunion Präsident des Bundesrechnungshofes. Das Gutachten entstand in enger Zusammenarbeit mit der Organisation Gehlen, vermittelte nach außen jedoch den Eindruck eines unabhängigen Expertenberichts[20].

Mit der Indienststellung des Bundesnachrichtendienstes begann man mit dem Bau der Sendestelle Kreuzholzhausen bei Dachau, Deckname „BERGHOF“, die im Herbst 1959 ihren Regelbetrieb aufnahm (vermutlich direkt als G16). Im selben Jahr konnte der BND Sendezeiten auf zwei Kurzwellensendern der Deutschen Bundespost in Frankfurt-Bonames anmieten (G14)[21]. Erste Versuchssendungen „aus Frankfurt“ wurden 1957 vom Ministerium für Staatssicherheit beobachtet, im Januar 1959 lösten diese Telefoniesendungen die bisherigen Morseübertragungen ab[22]. Die Sender standen in Frankfurt-Bonames und gehörten zum Funkamt Eschborn[21], darauf weisen auch einige Emails hin, die im Zuge der Recherchen bei uns eingegangen sind.

Vom Archiv der Stadt Frankfurt erging folgende Information:

... im November 1947 wurde in drei Zimmern eines früheren Musikclubs der Betrieb des Funkamtes der Deutschen Bundespost aufgenommen, 1953 gingen von Bonames aus 2.000 Telegramme in die Welt. Der Sender arbeitete auf Wellen zwischen 10 und 80 Meter mit 20 Richtstrahlern. 400 Männer und eine Frau bevölkerten das weite Terrain am Berkersheimer Weg 101, in dem runde 30 Millionen Mark investiert wurden. Die 12 Sender, von 4 bis 20 Kilowatt Stärke hatten alle eine Nummer, wurden aber zusätzlich auch mit weiblichen Vornamen benannt. In Eschborn im Taunus stand die dazugehörige Empfangsstation in einer alten Flugzeughalle. In Mainflingen bei Seligenstadt breitete sich ein Ableger des Funkamtes aus und zwar die Langwellensendestelle für Pressenachrichten.

Ein Artikel von 1957 „Die halbe Welt hört Bonames“ belegt die Nutzung des Funkamtes Bonames durch den Sender „DDF“ des Deutschen Wetterdienstes. Empfangen wurden Wetterdaten aus Europa, Sibirien und Ostasien dabei über eine Fundempfangsanlage in der Guillottstraße, die Auswertung dieser Meldungen für den „DDF“ erfolgte in einer Funksendezentrale im Fernmeldehochhaus, die Sendung der Meldungen lief über Bonames.

1969 gab es in der Frankfurter Rundschau einen Artikel über das Funkamt und dessen neue Leitung. Hier ist die Rede von vierzehn Telegrafie-, sechs Telefonie- und 23 Pressefunklinien im Kurz- und Langwellenbereich. Eine Großempfangs-Funkstelle in Eschborn/Taunus, Sendefunkstellen für den Europa- und Überseeverkehr in Frankfurt-Bonames, Mainflingen und Usingen werden im Artikel aufgezählt. Hier wird außerdem für das Amt ein neues Gebäude angekündigt. Dies ist der letzte überlieferte Artikel, ich kann also leider nicht genau sagen, wann die Einrichtung in Bonames aufgegeben wurde.

In einer Akte der Stadtverordnetenversammlung (Laufzeit: 1983-1987, Titel: Bauordnung, Baugenehmigung, Bauüberwachung, Abnahme von Bauten) geht es u.a. um die Herrichtung und Nutzung von Häusern und Grundstücken (Einzelfälle, z.B. ehem. Funkamt der Deutschen Bundespost am Berkersheimer Weg 101, […]).

Weitere Auskünfte gingen von der „Museumsstiftung Post und Telekommunikation“ auf Anfrage ein. Darin heißt es in einer E-Mail:

Bonames war Teil der Überseefunkstelle Eschborn (eigentlich: Funkempfangs- und Kontrollstelle des Funkamtes Frankfurt a. M., später Übersee-Funk-Empfangsstelle Eschborn des Fernmeldeamtes Eschborn). In Eschborn wurde nur empfangen, in Bonames und Usingen nur gesendet. Ein eigenständiges Funkamt Bonames gab es nicht, es war nur eine Funk-Sendestelle.

Die Überseefunkstelle Bonames wurde 1947 errichtet (Telefonie in die USA, Telegrafie nach Nahost). Daneben wird noch das "Funkamt II" am Lachegraben erwähnt (Meldungen des Deutschen Wetterdienstes in alle Welt). Manchmal wird dieses auch als Funksendestelle Preungesheim (eröffnet 1939) bezeichnet. Das Gebäude befand sich an der Homburger Landstraße 285, auf dem Antennengelände dahinter bis hinunter zum Lachegraben läuft heute die A661. angegeben.

Mir ist nicht klar, ob die Sendestellen im Stadtteil Bonames und im Stadtteil Preungesheim nicht identisch sind und sich beide im Gebäude in der Homburger Landstraße befanden.

1960 - 1969 (Mehr Spionage)

Die Sendezeiten bei der Deutschen Bundespost wurden aufgrund des hohen Bedarfs an zu übermittelnden Nachrichten von vier Stunden in 1959 auf neun Stunden bis 1963 erhöht. Das entspricht dem bis zuletzt von G14 verwendeten Sendeschema. Dazu erwarb der BND 1961 ein Gebäude in Dornholzhausen im Taunus, in dem ein neues Tonstudio für die Zahlensendungen eingerichtet wurde. Dieses ging 1964 in Betrieb und lieferte die Inhalte für die Sendungen von G14 über Bonames[21]. Die neun Stunden Sendezeit behielt G14 bis zu seiner Abschaltung im Jahr 1992 bei, allerdings dürfte es zwischenzeitlich Verschiebungen bei den einzelnen Programmzeiten gegeben haben.

In den Folgejahren errichtete der Bundesnachrichtendienst weitere Sendestellen, über die Agenten per Rundspruchdienst mit Nachrichten und Anweisungen versorgt wurden. Hintergrund war das weitere Aufwachsen des BND in den 1960er Jahren. Auch die weiter zunehmende Verflechtung mit „befreundeten Nachrichtendiensten“ bedingte erhöhtes Aufklärungspotenzial beim BND, verbunden mit erhöhtem Personalbedarf in den aufzuklärenden Ländern. Zu den ursprünglichen „Zielgebieten“ DDR, Polen, Tschechoslowakei und weiteren Staaten des Warschauer Paktes kamen Nordafrika, der Nahe Osten und Arabien hinzu. Gerade die USA hatten ein vitales Interesse an Informationen aus diesen Regionen, aber auch die Bundesregierung erkannte, dass es in diesen Ländern Konfliktpotenzial gab.

Dementsprechend erweiterte der Bundesnachrichtendienst seine Aufklärungsarbeit in diesen Gebieten der Welt, was einen erhöhten Bedarf an Sendekapazitäten beim Rundspruchdienst bedeutete. Vermutlich entstanden in dieser Zeit weitere Sendestellen. Zeitgleich dürfte der BND aber auch weitere Infrastrukturen zur Übertragung seiner Zahlensendungen angemietet haben. Dazu zählen sehr wahrscheinlich HF-Sendestellen des Bundesgrenzschutzes, der Polizei einzelner Bundesländer oder gar der Bundeswehr[23][24].

Es ist zu vermuten, dass G15 als dritter der deutschsprachigen BND-Zahlensender in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre seinen Betrieb aufgenommen hat. Eindeutig belegbar ist das aus heutiger Sicht (Stand Oktober 2021) jedoch nicht mehr.

1970 - 1990 (Logs im Kalten Krieg)

In den westeuropäischen Wohnzimmern standen immer mehr Rundfunkgeräte mit umfassendem Kurzwellenteil. Auch hatte sich die Zahl der zugelassenen Funkamateure nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich erhöht, die mit ihren Gerätschaften auch abseits der Rundfunkbänder lauschen konnten. So tauchten bereits in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre erste Logs von „deutschsprachigen Zahlensendern“ auf, die wohl dem BND zugeordnet werden dürfen. Die Zahl dieser Empfangsmeldungen häuften sich in den frühen 1970er Jahren. Durch erste koordinierte Beobachtungen konnten Empfangsamateure die Zahlensender zumindest den Quellländern zuordnen.

Der BND hatte nach wie vor Sendezeiten für G14 bei der Deutschen Bundespost in Auftrag, die bis Anfang 1972 noch über die Sender in Frankfurt-Bonames ausgestrahlt wurden. Danach erfolgten die Sendungen aufgrund einer Verlegung des Senderstandortes aus Usingen im Taunus. In dieser Zeit wechselten offenbar einige Agenten von G14 zu G16, wie aus Dokumenten der polnischen Spionageabwehr hervorgeht[14].

Die 1970er Jahre brachten zunächst Entspannung in die innerdeutschen Beziehungen. Doch durch die Guillaume-Affäre, die zum Rücktritt Willy Brandts führte, die beiden Erdölkrisen sowie den NATO-Doppelbeschluss und den Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan flammte der Kalte Krieg nochmals auf. Der BND verstärkte zusätzlich seine Aktivitäten, auch in der DDR. Dies dürfte zum Ende der 1970er Jahre zur höchsten Zahl von Sendestunden beim BND geführt haben. Aktivster Sender war G16, bei dem vor allem in den 1970er Jahren immer mehr Buchstabenkennungen neu auftauchten.

Für negative Schlagzeilen sorgte der BND, weil der Dienst Anfang der 1990er Jahre weltweit den Ruf erlangte, unfähig zu sein. Der Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik habe weder den Fall der Mauer, den Zusammenbruch der Sowjetunion noch die deutsche Wiedervereinigung vorhergesehen bzw. die Vorgänge, die dazu geführt hatten, falsch beurteilt[25].

Die späten 1980er- und frühen 1990er-Jahre markieren die Zeit mit den meisten Logs zu den BND-Zahlensendern. Mit dem Fall der Mauer in Berlin am 9. November 1989 begann das Ende des Kalten Krieges und die Anzahl der Sendungen des BND begann, zunächst sehr langsam, später ganz rapide, zu sinken.

1990 - 1999 (Bis zur Abschaltung)

Mit dem Wegfall der „innerdeutschen Spionage“ wurden Teile der Zahlensendungen des BND offenbar obsolet. Das zeigt sich vor allem daran, dass die beiden BND-Zahlensender G14 und G15 im Jahr 1992 abgeschaltet wurden. Zwar tauchten noch einige der von G14 und G15 versorgten Agenten eine Zeit lang bei G16 auf, aber die Abschaltung dieser beiden Sender belegt, dass zumindest G14 mit Spionage in den Staaten des Warschauer Paktes beschäftigt war. Welche Rolle G15 dabei einnahm ist bis heute (Stand Oktober 2021) nach wie vor ungeklärt.

In den folgenden Jahren nahm auch der Verkehr bei G16 und parallel E16 deutlich ab. Bis 1999 gab es noch tägliche Sendungen die tagsüber auf höheren Frequenzen ( > 10 MHz) und in der Nacht auf Frequenzen unterhalb von 5 MHz ausgestrahlt wurden. Im Juli 1999 wurde die letzte Sendung von G16 geloggt, nachdem E16 bereits einen Monat vorher zuletzt gehört wurde.

Polnisches Dossier

Mit der Verbreitung des Internets seit den 1990er Jahren erschloss sich für die Beobachter von Zahlensendern immer mehr Zugang zu Dokumenten, die unter anderem den BND eindeutig als Quelle von Zahlensendungen identifizieren halfen. Schlussendliche Beweise, dass G14 und G16, und damit indirekt auch G15 und E16, durch den Bundesnachrichtendienst betreiben wurden, lieferte ein Artikel in CRYPTOLOGIA. Der Autor Jan Bury beleuchtet darin ein Dossier der polnischen Spionageabwehr vom 25. April 1975, welches durch das polnische „Instytut Pamięci Narodowej“ („Institut für nationales Gedenken“) zugänglich gemacht wurde[14]. Darin enthalten sind explizite Hinweise auf die Zahlensender eines „westdeutschen Nachrichtendienstes“, ebenso die Namen und dreistelligen numerischen IDs von enttarnten Agenten. Das Dossier nennt gleichfalls Frankfurt am Main und München als Senderstandorte für die BND-Zahlensender. Bei den enttarnten Agenten wurden detailgenaue Sendepläne samt Frequenzen für G14 und G16 gefunden.

Außerdem zeigt das Dossier zwei sogenannten Substitutionstabellen mit den Merkwörtern „DEIN STAR“ und „ZA OWIES“, die bei den enttarnten Agenten sichergestellt werden konnten:

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
D E I N S T A R
4 B C F G H J K L M O
5 P Q U V W X Y Z . ,
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Z A O W I E S
2 R B C C D E F G H J
3 K L L M N N Ó P R S
4 T W Y Z ż . , ? -/ -//

Die in diesen beiden Tabellen in der jeweils ersten Zeile enthaltenen Merkwörter könnten ein möglicher Hinweis auf die Bedeutung der Doppelbuchstabenkennung in der Ankündigung von G16 sein. Nimmt man von DEIN STAR“ und „ZA OWIES“ nur die Anfangsbuchstaben, D S bzw. Z O, und phonetisiert sie im NATO-Alphabet lauten diese DELTA SIERRA und ZULU OSCAR. Tatsächlich finden sich sowohl bei Simon Mason als auch bei PRIYOM Einträge zum „Call“ ZULU OSCAR, jedoch nicht zu DELTA SIERRA. Dem Call ZULU OSCAR sind nach Simon Mason und PRIYOM noch vier Agenten-ID’s zugeordnet gewesen: 209, 391, 475 und 681. Das polnische Dossier nennt die IDs 062, 228, 287 und 841 in Verbindung mit den Merkwörtern ZA OWIES[14]. Nach Berichten von Zahlensenderhörern wurde die ID 062 bei G16 unter DELTA TANGO geloggt - 228, 287 und 841 jedoch nicht (mehr).

Die bei westdeutschen Agenten sichergestellten Funkpläne weisen eindeutig die bekannten BND-Frequenzen von G14 sowie G16 und E16) aus (siehe Abschnitt Sendeplan). Da sich das Dossier auf einen Berichtszeitraum von 15 Jahren bezieht steht damit fest, dass die genannten Frequenzen mindestens seit 1960 unverändert in Benutzung waren[14].

„Frankfurter Funkplan“

Die in Polen eingesetzten Agenten des BND, die über Frankfurt, mutmaßlich der Senderstandort von G14, versorgt wurden, hatten den nachfolgenden Funkplan erhalten (Stand 1975!):

Day Time kHz meters
Monday 17-18.00 4010 75
19-20.00 3370 89
21-22.00 4010 75
23-24.00 3370 89
Thursday 10-17.00 3370 89
18-19.00 4010 75
20-21.00 3370 89
22-23.00 4010 75
Sunday 14-15.00 4010 75
20-21.00 4010 75

„Münchener Funkplan“

Die Programmzeiten für die aus München über G16 versorgten Agenten in Polen sah so aus:

Days Mon. Wed. Fri. Sun.
Time (MEZ) 2000 2130 2000 2130 2000 2130 2130
No. 1 2 3 4 5 6 7
Jan. 5015 4543 5015 4543 5015 4543 4543
Feb. 5015 4543 5015 4543 5015 4543 4543
Mar. 5732 4543 5732 4543 5732 4543 5182
Apr. 5732 5182 5732 5182 5732 5182 5770
May 7858 5770 7858 5770 7858 5770 5770
Jun. 7858 7740 7858 7740 7858 7740 7740
Jul. 7858 7740 7858 7740 7858 7740 7740
Aug. 7858 5770 7858 5770 7858 5770 5770
Sep. 5732 5181 5732 5182 5732 5181 5770
Oct. 5015 4543 5015 4543 5015 4543 5182
Nov. 5015 4543 5015 4543 5015 4543 4543
Dec. 5015 4543 5015 4543 5015 4543 4543

In dem Dossier der polnischen Abwehr heißt es weiter, dass manche Agenten bis 1972 ihre Nachrichten aus Frankfurt übermittelt bekamen und danach über München versorgt wurden. Das ist insofern interessant, weil der Betrieb der Sendestelle Frankfurt-Bonames 1972 eingestellt wurde (siehe Abschnitt Senderstandorte).

Müssen wir hier noch mehr Worte zu Jan Bury's Artikel verlieren oder reicht die Referenzierung? TiNG (Diskussion) 08:22, 7. Okt. 2021 (UTC)

Empfangsgeräte im Einsatz

Der Bundesnachrichtendienst stattete seine Agenten, vor allem seit der Entwicklung von Transistorradios seit Mitte der 1950er Jahre, zum Teil mit Empfangsgeräten aus, bevor sie in den Einsatz geschickt wurden. In den Staaten des Warschauer Pakts wurden oftmals handelsübliche Empfänger erworben. Wichtig war, dass diese den notwendigen Frequenzbereich zwischen 3,5 und 6,5 MHz für G14 und später auch für G16 abdecken konnten. Wo dies schwierig war mussten Eigen- und Spezialentwcklungen her, wie der als „Uhu“ bezeichnete Kompaktempfänger FE-9, der von der Firma Wandel & Goltermann gefertigt wurde:

FE-9 („Uhu“)

FE-10

Später wurden die Agenten mit dem Funkempfänger FE-10 ausgestattet.
Dokumentation über Detelev erhalten, wird die Tage entsprechend verschriftet! TiNG (Diskussion) 10:28, 31. Okt. 2021 (UTC)

Mittelwellenkonverter

Den Agenten des Bundesnachrichtendienstes standen zusätzlich Konverter zur Verfügung, mit denen der Empfang der Kurzwellen-Zahlensendungen auch über einen handelsüblichen Mittelwellenempfänger möglich war. Man benötigte dazu eine einfach Wurfantenne, die an den Konverter angeschlossen wurde. Von dort ging das Signal an den Antennenanschluss des Radios sowie dessen Erdungsanschluss. Mittels dazugehöriger sogenannter „Frequenzstecker“ wurde das Kurzwellensignal dann auf etwa 1500 kHz herunterkonvertiert. Damit der Empfang der Nachrichten sichergestellt werden konnte erhielt jeder Agent mehrere Frequenzstecker und die Sendungen wurden andererseits auf zwei Frequenzen parallel ausgestrahlt. So konnte möglichen Interferenzen und Störungen ausgewichen werden und der Agent war empfangsseitig ebenso in der Lage, auch bei schwierigen Ausbreitungsbedingungen keine Sendung zu verpassen. Die fünfminütige Ankündigung diente daher dazu, auf die zu erwartende Sendung abzustimmen.

Weitere Empfänger


Verschlüsselung

One-Time-Pad des BND, sichergestellt durch das MfS

Der Bundesnachrichtendienst verwendete neben dem One-Time-Pad (OTP), im internen Sprachgebrauch „Individueller Wurm“ (IW) genannt, ebenfalls sogenannte Substitutionstabellen. Denn mit dem OTP wurden von der empfangenen Nachricht ebenfalls wieder Zahlen erstellt, die erst mit Hilfe der Substituionstabellen in Klartext umgewandelt werden konnten. Die aus dem polnischen Dossier bekannte Tabellen mit den Merkwörtern „DEIN STAR“ und „ZA OWIES“ sind nur eines von mehreren über die Jahre beim BND verwendeten Substitutionsverfahren[27]. „DEIN STAR“ hatte gemäß den Angaben von Jörg Dobrick einen Vorgänger, der zwischen 1950 und 1958 verwendet wurde[27].

Neben den im polnischen Dossier erwähnten beiden Substitutionstabellen „DEIN STAR“ und „ZA OWIES“ sind derzeit keine weiteren dieser Art mit anderen Wörtern bekannt. Auch in den vom BStU verwalteten Unterlagen sind keine anderen Wortkombinationen aktenkundig. Gleiches gilt für Unterlagen, die in der ehemaligen Tschechoslowakei inzwischen publik gemacht worden sind[27]. Gänzlich ausgeschlossen werden kann deren Existenz jedoch nicht – zumindest nicht, wenn es eine Verbindung zwischen den „Merkwörtern“ und den Doppelbuchstaben der Ankündigung von G16 und auch E16 tatsächlich gegeben hat. Dies ist bis heute (Stand Oktober 2021) allerdings nicht geklärt. Durch die Aufzeichnungen von Werner Stiller ist zumindest bekannt, dass „DEIN STAR“ noch 1978 verwendet wurde[28]. Dort heißt es:

Das Begrüßungsschreiben war freundlich, aber sachlich. Es erläuterte die Verschlüsselung von Informationen mit Hilfe der Zahlenkolonnen auf dem Papierstreifen und der Schlüsseltafel „Dein Star“.

Beispiel einer Entschlüsselung

Den Substitutionstabellen wurden jeweils zwei „Merkwörter“ in der ersten Zeile vorangestellt. Beide Wörter zusammen wurden aus den in der deutschen Sprache am häufigsten verwendeten Buchstaben gebildet (statistisch gesehen heutzutage E-N-I-S-R-A-T-D[29]) und durften nicht mehr als 8 Buchstaben enthalten und Buchstaben sollten ebenso nicht doppelt vorhanden sein.

Die in diesen Merkwörtern enthaltenen Buchstaben wurden der übrigen Tabelle entnommen – die restlichen Buchstaben des Alphabets blieben unangetastet. Die Stellen zwischen den beiden Merkwörtern blieben ungenutzt. Die darüber befindlichen Ziffern konnten dann der zweiten, dritten und gegebenenfalls vierten Zeile vorangestellt werden.

0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
D E I N S T A R
4 B C F G H J K L M O
5 P Q U V W X Y Z . ,

Die Buchstaben D, E, I, N, S, T, A und R waren durch eine einzelne Ziffer zu übersetzen, also 0, 1, 2, 3, 6, 7, 8 und 9. Die Buchstaben der zweiten Reihe wurden dann durch zwei Ziffern, beginnend mit 4x, und die der dritten Reihe beginnend mit 5x entschlüsselt. Die Ziffern 4 und 5 in der ersten Reihe blieben ungenutzt - eine 4 oder 5 bedeutete jeweils eine Doppelziffer bei der Umwandlung in Klartext.

Der Agent empfing seine Nachricht über Kurzwelle und schrieb sie auf ein Blatt Papier. Dazu musste er entsprechende Zeilen Abstand einhalten, um einerseits oberhalb der empfangenen Fünfergruppen die sogenannten „Wurm“-Gruppen des OTP für die Subtraktion einzutragen, sowie andererseits darunter das jeweilige Ergebnis. Begonnen wurde mit der Kenngruppe, die angab, mit welcher „Wurm“-Zeile im OTP zu beginnen war. Der Agent subtrahierte dann die empfangenen Ziffern einzeln von der „Wurm“-Zeile des OTP und setzte das Ergebnis mit seiner Tabelle in Text um. In den Klarnachrichten wurden einzelne Zahlen dreimal wiederholt und mit den Kennbuchstaben „Y“ eingeschlossen.

Hier ein fiktives Beispiel einer Nachricht mit 12 Gruppen:

Die für den Agenten per Kurzwelle übertragene Nachricht lautete:
47189 52490 11469 70260 89002 47247 85303 40848 54706 84475 78576 47623

Die zu verwendenden Schlüsselgruppen aus dem „Wurm“, die entsprechende mit der Schlüsselgruppe 47189 begannen, wurden oberhalb der empfangenen Gruppen notiert, um die einzelnen Ziffern der Gruppen der Funknachricht davon zu subtrahieren. War das Ergebnis negativ musste der Agent der entsprechenden „Wurmziffer“ eine 1 voranstellen:
47189 21532 53597 18721 90567 25746 09087 24852 12033 98714 65056 47623

Das Ergebnis der Subtraktion lautete in diesem Beispiel dann:
00000 79142 42138 48561 11565 88509 24784 84014 68337 14349 97580 00000

Die vorangestellten und abschließenden Nullen signalisierten den Beginn bzw. das Ende der Nachricht und wurden nicht mit Hilfe der Tabelle umgesetzt.

Nun wurden die fünfstelligen Gruppen anhand der Tabelle „DEIN STAR“ entsprechend ‚zerlegt‘:
7 9 1 42 42 1 3 8 48 56 111 56 58 8 50 9 2 47 8 48 40 1 46 8 3 3 7 1 43 49 9 7 58 0
T R E F  F  E N A M  Y  111 Y  .  A P  R I L  A M  B  E K  A N N T E N  O  R T .  0

Somit ergab der Klartext: Treffen am 1. April am bekannten Ort.

Das Substitutionsverfahren wurde beim BND beständig weiterentwickelt. In den Unterlagen des BStU ist eine Umsetztabelle des BND von 1989 aktenkundig, die vom MfS, Haupt-Abteilung II (Spionageabwehr), beschlagnahmt wurde. Hier wird nicht mehr mit einem Merkwort wie „DEIN STAR“ gearbeitet, sondern mit einem Verfahren, bei dem die Vokale mit den Ziffern 6 bis 0 codiert sind, die Konsonanten und Sonderzeichen mit den Doppelzahlen 11 bis 55[27].:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
A E I O U
1 B C D F G
2 H J K L M
3 N P Q R S
4 T V W X Y
5 Z ? - ( )

Funktionen

Aus heutiger Sicht scheint es so, dass den einzelnen Zahlensendern des Bundesnachrichtendienstes verschiedenen Aufgaben oder Funktionen zugewiesen waren. Dabei dürften sich die beiden Sender von G14 wohl unmittelbar mit der Nachrichtenbeschaffung in der ehemaligen DDR und den unmittelbar angrenzenden Nachbarn Polen und der CSSR befasst haben. Dies lässt sich zumindest aus den Sendezeiten und Frequenzen rückschließen, die von G14 genutzt wurden. Ausgehend von einem Senderstandort in der Nähe von Frankfurt am Main würde der nach Osten hin abgedeckte Bereich sogar bis zum Baltikum und ins östliche Ungarn reichen.

Dagegen scheint G15 ein Kurznachrichten-Service gewesen zu sein. Ob er einen eigenen Empfängerkreis hatte oder auch die „Kunden“ von G14 und G16 mitbediente ist nicht ganz klar. Vergleicht man die von Zahlensenderbeobachtern zusammengetragenen „Agentenlisten“ aller drei Sender gibt es nur sehr wenige Überschneidungen bei den dreistelligen ID’s. Dies lässt zwei Rückschlüsse zu:

  1. G15 bediente die Empfänger von G14 und G16 mit, nutze aber andere ID’s und möglicherweise andere Schlüssel. Der Call PAPA NOVEMBER könnte daher auch mit „persönlicher Nachricht“ interpretiert werden.
  2. G15 war autark und hatte einen eigenen Empfangskreis, der sich völlig anderen Aufgaben widmete.

Auffällig ist, dass die Nachrichten von G15 allesamt nur kurz waren und im Schnitt sieben Agenten pro Sendung „versorgt“ wurden. Die Anzahl der von G15 pro Nachricht übermittelten Zahlengruppen lag zwischen zwei und maximal 25, wogegen bei G14 und G16 (wie gleichsam E16) auch über 50 Gruppen lange Nachrichten beobachtet wurden.

G15 stellte seinen Betrieb im November 1992 ein. Einige der von G15 bedienten IDs tauchten kurze Zeit später bei G16 unter den Calls MIKE DELTA und PAPA DELTA auf.

Resümiert man diese Erkenntnisse blieben G16 und E16 die Versorgung der nicht mit dem innerdeutschen Konflikt betrauten Agenten. Während G14 und G15 bereits kurz nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik aus dem Äther verschwanden, blieben G16 und E16 noch bis kurz vor der Jahrtausendwende aktiv. Daraus lässt sich ableiten, dass der BND hierüber, vor allem zum Ende seiner aktiven Sendezeit, auch Agenten in Staaten des Warschauer Pakts versorgte, sich aber hauptsächlich mit anderen Gebieten der Welt befasste.

Buchstabenkennungen (Ankündigung)

Abgesehen von G14 bestand die Kennung der BND-Zahlensender immer aus zwei phonetisierten Buchstaben des NATO-Alphabets. Auch wenn es durch das weiter oben beschriebene „Polnische Dossier“ Hinweise auf die mögliche Bedeutung dieser Buchstaben-Kennungen gibt ist deren Zweck nicht abschließend geklärt. Da sich G14 mit den internationalen Rufzeichen der Deutschen Bundespost ankündigte und G15 immer mit PAPA NOVEMBER, scheint es sich dabei um eine zweckgebundene Identifizierung zu handeln. Dass es sich bei der fünfminütigen Ankündigung in erster Linie eine Abstimmhilfe für analoge Empfangsgeräte handelte, geht aus einer im Archiv des BStU befindlichen Anleitung für den Empfang der BND-Zahlensendungen hervor.

Doch auch die Buchstabenkombinationen von G16 schienen einen gezielten Zweck erfüllt zu haben. Der eine mögliche Zweck wäre der Hinweis auf die zu verwendende Substitutionstabelle („DEIN STAR“ – DELTA SIERRA, „ZA OWIES“ – ZULU OSCAR). Dafür fehlen aber entsprechende Belege. Bislang sind nur diese beiden von der Spionageabwehr Polens und der DDR (MfS) sichergestellten Tabellen bekannt. Es ist durchaus möglich, dass es weitere derartige Tabellen mit anderen Merkwörtern gegeben hat (z. B. „TURM BAND“ – TANGO BRAVO). Ebenso könnten sie kennzeichnend für andere Substitutionsverfahren gewesen sein.

Eine andere Bedeutung der Buchstabenkennungen könnte die Zuordnung zu einzelnen Abteilungen und Unterabteilungen innerhalb des BND gewesen sein. Darauf deutet beispielsweise der Umstand hin, dass viele Agenten immer unter der gleichen Buchstabenkennung geloggt wurden und nur selten unter eine andere Kennung wechselten. Ein weiterer Hinweis auf eine solche Bedeutung ist der Umstand, dass einige Buchstabenkennungen sowohl von G16 aus auch von E16 „bedient“ wurden. Auch der Wechsel von G15-Agenten nach der Abschaltung dieses BND-Zahlensenders zu G16 unter MIKE DELTA und PAPA DELTA könnte ein Hinweis auf diese Bedeutung sein.

Öffentlich ist nichts dazu bekannt. Der BND hat entsprechende Akten dazu nach wie vor unter Verschluss. Auch aus den inzwischen (Stand Oktober 2021) veröffentlichten Akten der Spionageabwehr der DDR oder Polens ergeben sich keine expliziten Rückschlüsse auf eine Bedeutung der Buchstabenkennungen.

Senderstandorte

EINSCHUB - HINWEIS zu Frankfurt-Bonames(TiNG (Diskussion) 22:54, 13. Okt. 2021 (UTC)):

abgewandelt!!!

Entwurf eines Sendeplans für die BND-Sender durch OM tiNG, hier noch in MESZ

Erst mit der Übernahme der „Organisation Gehlen“ in den Bundesnachrichtendienst im April 1956 begann man mit dem Bau der Sendestelle Kreuzholzhausen bei Dachau, Deckname „BERGHOF“, die im Herbst 1959 ihren Regelbetrieb aufnahm. Im selben Jahr konnte der BND Sendezeiten auf zwei Kurzwellensendern der Deutschen Bundespost in Frankfurt-Bonames anmieten (G14)[21].

Es gibt viele weitere Berichte über Senderstandorte des Bundesnachrichtendienstes. Dabei stellten sich einige der genannten Standorte bei weiteren Recherchen als reine Empfangsstellen zur Funkaufklärung heraus. Verständlicherweise hält der Bundesnachrichtendienst sich auch heute noch, weit nach dem Ende seiner Zahlensendungen, bedeckt wenn es um die Sendeaktivitäten geht. Daher ist in der Öffentlichkeit nur weniges bekannt und vieles im Reich der Spekulation angesiedelt. Es ließen sich noch weitere Publikationen finden, in denen Senderstandorte des BND genannt werden. So nennt Erich Schmidt-Eenboom in seiner Schrift „Empfänglich für Geheimes – Die (west)deutschen Nachrichtendienste im Äther“ zwei Sendestellen des BND[30]:

  • Dachau-Kreuzholzhausen[31] und
  • Tutzing, Deckname „ALPINA[32].

Schmidt-Eenboom lässt offen, ob beide für den sogenannten „Rundspruchdienst“ genutzt wurden. Allerdings erwähnt er eine weitere Funkstelle, HELIOS, im Zusammenhang mit der BND-Residentur in Rom. Offen ist bislang, wo sich diese Funkstelle befand und ob sie tatsächlich für Zahlensendungen genutzt wurde[30].

In CRYPTOLOGIA, Volume 31, Issue 4 vom Oktober 2007, berichtet der Autor Jan Bury über Aufklärungsergebnisse des polnischen Geheimdienstes Ministerstwo Spraw Wewnętrznych, wonach die beiden Sender von G14, DFC37 und DFD21, aus dem Großraum Frankfurt stammten und ein weiterer Sender, sehr wahrscheinlich G16, aus der Nähe von München. Wahrscheinlich ist damit jedoch entweder Tutzing oder Kreuzholzhausen gemeint[14]. Auch die SPEZIAL FREQUENZLISTE (SFL) nennt Frankfurt-Bonames als Standort für DFC37 und DFD21.

Bekanntermaßen mietete der Bundesnachrichtendienst ab 1959 Sendezeiten der Deutschen Bundespost über das „Funkamt Eschborn“ an, zu dem die Sendestelle in Frankfurt-Bonames gehörte[21]. Im Zuge der Recherchen zu den BND-Zahlensendern gingen zahlreiche Auskünfte, u.a. per E-Mail, dazu ein.

Vom Archiv der Stadt Frankfurt erging folgende Information:

... im November 1947 wurde in drei Zimmern eines früheren Musikclubs der Betrieb des Funkamtes der Deutschen Bundespost aufgenommen, 1953 gingen von Bonames aus 2.000 Telegramme in die Welt. Der Sender arbeitete auf Wellen zwischen 10 und 80 Meter mit 20 Richtstrahlern. 400 Männer und eine Frau bevölkerten das weite Terrain am Berkersheimer Weg 101, in dem runde 30 Millionen Mark investiert wurden. Die 12 Sender, von 4 bis 20 Kilowatt Stärke hatten alle eine Nummer, wurden aber zusätzlich auch mit weiblichen Vornamen benannt. In Eschborn im Taunus stand die dazugehörige Empfangsstation in einer alten Flugzeughalle. In Mainflingen bei Seligenstadt breitete sich ein Ableger des Funkamtes aus und zwar die Langwellensendestelle für Pressenachrichten.

Ein Artikel von 1957 „Die halbe Welt hört Bonames“ belegt die Nutzung des Funkamtes Bonames durch den Sender „DDF“ des Deutschen Wetterdienstes. Empfangen wurden Wetterdaten aus Europa, Sibirien und Ostasien dabei über eine Fundempfangsanlage in der Guillottstraße, die Auswertung dieser Meldungen für den „DDF“ erfolgte in einer Funksendezentrale im Fernmeldehochhaus, die Sendung der Meldungen lief über Bonames.

1969 gab es in der Frankfurter Rundschau einen Artikel über das Funkamt und dessen neue Leitung. Hier ist die Rede von vierzehn Telegrafie-, sechs Telefonie- und 23 Pressefunklinien im Kurz- und Langwellenbereich. Eine Großempfangs-Funkstelle in Eschborn/Taunus, Sendefunkstellen für den Europa- und Überseeverkehr in Frankfurt-Bonames, Mainflingen und Usingen werden im Artikel aufgezählt. Hier wird außerdem für das Amt ein neues Gebäude angekündigt. Dies ist der letzte überlieferte Artikel, ich kann also leider nicht genau sagen, wann die Einrichtung in Bonames aufgegeben wurde.

In einer Akte der Stadtverordentetenversammlung (Laufzeit: 1983-1987, Titel: Bauordnung, Baugenehmigung, Bauüberwachung, Abnahme von Bauten) geht es u.a. um die Herrichtung und Nutzung von Häusern und Grundstücken (Einzelfälle, z.B. ehem. Funkamt der Deutschen Bundespost am Berkersheimer Weg 101, […]).

Weitere Auskünfte gingen von der „Museumsstiftung Post und Telekommunikation“ auf Anfrage ein. Darin heißt es in einer E-Mail:

Bonames war Teil der Überseefunkstelle Eschborn (eigentlich: Funkempfangs- und Kontrollstelle des Funkamtes Frankfurt a. M., später Übersee-Funk-Empfangsstelle Eschborn des Fernmeldeamtes Eschborn). In Eschborn wurde nur empfangen, in Bonames und Usingen nur gesendet. Ein eigenständiges Funkamt Bonames gab es nicht, es war nur eine Funk-Sendestelle.

Die Überseefunkstelle Bonames wurde 1947 errichtet (Telefonie in die USA, Telegrafie nach Nahost). Daneben wird noch das "Funkamt II" am Lachegraben erwähnt (Meldungen des Deutschen Wetterdienstes in alle Welt). Manchmal wird dieses auch als Funksendestelle Preungesheim (eröffnet 1939) bezeichnet. Das Gebäude befand sich an der Homburger Landstraße 285, auf dem Antennengelände dahinter bis hinunter zum Lachegraben läuft heute die A661. angegeben.

Mir ist nicht klar, ob die Sendestellen im Stadtteil Bonames und im Stadtteil Preungesheim nicht identisch sind und sich beide im Gebäude in der Homburger Landstraße befanden.

Ende 1972 wurde der Senderstandort Bonames jedoch aufgegeben. Grund war die rasant wachsende Metropolregion Frankfurt, die einerseits die Erweiterung der Sendestelle Bonames nicht zuließ, auf der anderen Seite den Betrieb von HF-Sendern in der immer enger bebauten Region verbot. Teile der HF-Sender wurden verlegt. So ging ein Teil der Anlagen nach Usingen im Taunus, von wo aus der Kurzwellenbetrieb noch bis Anfang der 1990er Jahre weitergeführt wurde.

Einige Frequenzlisten der 1980er Jahre wiesen beide Rufzeichen von G14, DFC37 und DFD21, der „Deutschen Bundespost“ (später „Telekom“) zu, unter anderem entsprechende Ausgaben der SFL[33].

Eine weitere Sendestelle des BND soll sich in Söcking befunden haben, nur wenige Kilometer von Tutzing entfernt. Unklar ist, ob es sich dabei in Wahrheit nicht eher um eine Empfangsstelle des BND für internationalen Funkverkehr gehandelt hat[34]. Auch in Stockdorf soll sich eine BND-Sendestelle befunden haben[35]. Tatsächlich dürfte es sich dabei aber um den Horchposten Krailing („Bundesstelle für Fernmeldestatistik“) gehandelt haben[36][37]. Sogar aus Husum (ebenfalls „Bundesstelle für Fernmeldestatistik“) sollen Zahlensendungen in Telefonie ausgestrahlt worden sein, doch aufgrund der Bebauung im Norden der nordfriesischen Stadt scheidet dieser Standort ebenso aus[38]. Inzwischen ist die ehemalige "Bundesstelle für Fernmeldestatistik" öffentlich zum Erwerb ausgeschrieben[39].

Bis heute (Stand Oktober 2021) ist die Bedeutung des Standortes Höfen bei Monschau ungeklärt. Bislang konnte nicht verifiziert werden, ob es sich bei der dortigen Anlage tatsächlich nur um einen Horchposten zum Empfang von diplomatischem Funkverkehr aus der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn handelte oder nicht vielleicht doch eine Quelle von gesprochenen Zahlensendungen war.

Im Rahmen weiterer Recherchen stellte sich aber heraus, dass der BND sehr gerne auch andere Sendestellen des Bundes mitgenutzt hat, seien es solche des Bundesgrenzschutzes, der Polizei einzelner Bundesländer oder gar der Bundeswehr gewesen[40][41]. Hier tauchen unter anderem die Senderstandorte Deckenpfronn[42], Kirspenich[43][44] oder Hochheid bei Sankt Aldegund auf[45]. Andere Quellen nennen auch Baumholder[46] und Hundsbach[47] als Quelle von bundesdeutschen Zahlensendungen[48].

Schlussendlich sind die dafür relevanten Akten nach wie vor in Pullach und Berlin unter Verschluss und es ist fraglich, ob sie jemals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zudem muss hinterfragt werden, ob der Bundesnachrichtendienst nicht doch noch auf Kurzwelle aktiv ist. Sicherlich nicht mehr mit gesprochenen Zahlenreihen, sondern mit möglicherweise modernere Modulationsarten, die nur mit technischer Hilfe empfangen und als Klartext dargestellt werden können, wie zum Beispiel XPB1 des russischen SVR.

Agenten

Während der späten 1980er und frühen 1990er Jahre führte OM „tiNG“ sogenannte Agentenlisten, mit denen er die Anzahl der Sendungen für einzelne Agenten statistisch zu erfassen hoffte. Gerade für die Sender des Bundesnachrichtendienstes wurden diese Listen sehr umfangreich, wie die nachfolgende Galerie zeigt (Agentenlisten zu den einzelnen Sendern sind jeweils unter G14, G15 und G16 sowie E16 aufgeführt!):

Die Nummern hinter dem jeweiligen Agenten bezeichnen die laufende Nummer der Mitschrift, in denen der Agent aufgerufen wurde.

Agentenliste

Dokumentiert sind in allen verfügbaren Quellen (Stand September 2021) insgesamt 533 Agenten, die sich auf die einzelnen BND-Sender G14, G15 und G16 aufteilten. Von diesen tauchten einige auf bis zu drei verschiedenen Sendern auf, wechselten von E16 zu G16 oder sie wechselten auf G16 von einer Buchstaben-ID zu einer anderen. In diesen Fällen sind die drei Felder jeweils farbig unterlegt

Zur besseren Lesbarkeit ist die Übersicht in zwei Tabellen, 001-499 und 500-999, aufgeteilt.

000-099 Sender ID 100-199 Sender ID 200-299 Sender ID 300-399 Sender ID 400-499 Sender ID
002 G14 DF*** 101 E16 VI 202 G16 NZ 301 G16 PD 400 G14 DF***
003 G16 HK 102 G16 ZT 203 G16 ZB 307 G15 PN 405 G16 ZG
004 G16 TP 103 G16 TE 204 G14 DF*** 311 G16 UG 406 G15 PN
005 G16 CN 104 E16 RK 208 G16 RD 312 G15 PN 408 E16 KG
005 G16 WL 107 G14 DF*** 209 G16 ZO 316 G14 DF*** 408 G16 KG
006 G16 AU 107 G16 PZ 211 G14 DF*** 316 G16 GK 410 G16 QL
007 G15 PN 109 G15 PN 212 G15 PN 318 G15 PN 411 G14 DF***
009 G16 FB 112 G15 PN 214 E16 AU 319 G16 OK 411 G16 PZ
012 G14 DF*** 113 G16 AO 214 E16 DM 321 G15 PN 413 G14 DF***
013 G16 MH 114 G14 DF*** 214 G16 AU 323 G14 DF*** 414 G14 DF***
015 G16 DT 115 G16 WL 216 G16 UG 325 G15 PN 415 G16 VB
017 E16 MD 116 G14 DF*** 217 G15 PN 328 G16 HK 417 G16 KW
017 G16 MD 116 G16 RD 217 G16 PG 329 G16 DB 417 G16 LG
018 G15 PN 117 G14 DF*** 218 G16 UL 330 G14 DF*** 422 G15 PN
020 G14 DF*** 118 G16 PT 219 G15 PN 331 E16 MD 423 G14 DF***
023 G16 AL 119 G16 AM 220 G15 PN 331 G16 MD 424 G16 PG
023 G16 KW 121 G14 DF*** 221 G16 MD 331 G16 XA 426 G14 DF***
026 G16 WL 122 G16 OA 223 G16 CT 334 G16 GC 427 G16 XL
027 G16 YS 123 G16 JW 224 G16 LG 336 G14 DF*** 428 G14 DF***
028 G16 QL 125 G16 ZP 225 G14 DF*** 337 G15 PN 430 G16 CN
031 G16 LU 126 G15 PN 229 G14 DF*** 344 G16 HS 431 G14 DF***
032 G16 CT 129 G14 DF*** 231 G15 PN 348 G15 PN 432 G16 CD
032 G16 ZT 130 G14 DF*** 233 G15 PN 349 G16 AU 435 G14 DF***
034 G14 DF*** 131 G16 PL 234 G16 UF 351 G15 PN 437 E16 EH
034 E16 DA 133 G15 PN 236 G14 DF*** 352 G15 PN 437 G16 EH
036 G14 DF*** 134 G14 DF*** 236 G16 EL 354 G14 DF*** 437 G16 UG
038 G16 DB 137 G16 UL 237 G14 DF*** 355 G16 LA 438 G15 PN
039 G16 OA 139 G16 IT 238 G15 PN 356 G14 DF*** 439 G16 JB
040 G15 PN 141 G16 VO 239 G16 JB 358 G16 BJ 441 G16 DM
041 G16 RD 142 G16 AO 241 E16 MD 361 G16 FB 443 G16 UI
042 G16 AL 143 G16 PZ 241 G16 MD 361 G16 FS 444 G16 AF
042 G16 YB 144 G14 DF*** 243 G15 PN 362 G16 EA 444 G16 CI
043 G16 AL 144 G15 PN 244 G16 AU 363 G16 LA 448 G15 PN
043 G16 FR 146 G16 LD 250 G16 ZT 367 G15 PN 450 G14 DF***
044 G14 DF*** 147 G14 DF*** 251 G14 DF*** 368 G16 NU 456 G16 LU
046 G15 PN 147 G16 EL 254 G14 DF*** 372 G15 PN 457 G16 RD
047 G14 DF*** 152 G16 BJ 255 G16 MH 373 G16 HK 460 G16 TE
049 G16 UF 154 G14 DF*** 259 G14 DF*** 374 G16 PZ 462 G15 PN
052 G15 PN 156 G15 PN 261 G14 DF*** 376 G15 PN 464 G15 PN
054 G16 PD 157 G14 DF*** 262 G16 CD 381 G16 XL 465 G16 CT
057 G15 PN 157 G16 KR 262 G16 LE 382 G16 FB 468 G15 PN
059 G16 CD 158 G16 CN 263 G16 PB 383 G15 PN 471 G14 DF***
062 G14 DF*** 160 G15 PN 264 G16 NU 385 G16 AU 472 G16 EG
062 G16 DT 162 G16 CD 267 G16 EG 386 G16 GK 475 G16 ZO
063 G16 EL 171 G16 KR 269 G15 PN 387 G14 DF*** 477 G16 GK
064 G15 PN 174 G15 PN 271 G16 JU 389 G16 ZT 479 G15 PN
065 G14 DF*** 174 G16 SB 273 G14 DF*** 390 E16 KG 481 G16 ST
069 G14 DF*** 178 G15 PN 275 G15 PN 390 G16 KG 482 G16 LD
073 G16 BU 179 G15 PN 278 G14 DF*** 391 G16 ZO 483 G14 DF***
074 G14 DF*** 180 G14 DF*** 280 G15 PN 393 G16 HK 484 G15 PN
078 G15 PN 181 G15 PN 281 G16 DF 397 G14 DF*** 484 G16 LG
079 G14 DF*** 189 G16 CN 283 G16 VO 399 G15 PN 485 G16 LG
081 G16 FP 191 G16 BI 285 G16 GZ 487 G15 PN
081 G16 JW 192 G16 AU 286 G16 CT 488 G16 AL
082 G16 GC 196 G14 DF*** 291 G14 DF*** 490 G14 DF***
083 G14 DF*** 197 G15 PN 293 G15 PN 490 G16 EL
084 G15 PN 295 G14 DF*** 491 G15 PN
085 G14 DF*** 296 G16 MD 492 G16 BU
088 G16 VB 299 G16 AB 494 G15 PN
091 G16 KW 498 G16 SB
092 G15 PN 499 G16 JU
094 G14 DF***
095 G14 DF***
096 G15 PN
098 G16 RO
099 G16 FS


500-599 Sender ID 600-699 Sender ID 700-799 Sender ID 800-899 Sender ID 900-999 Sender ID
501 G14 DF*** 600 G16 AU 702 E16 AU 802 G16 JD 903 G16 BE
503 G16 BQ 602 G15 PN 703 G16 ZP 803 G16 GZ 904 G14 DF***
503 G16 DT 604 G16 MH 705 G14 DF*** 804 G16 AB 905 G15 PN
505 G16 ZP 606 G16 JB 706 G15 PN 805 G15 PN 907 G16 YS
507 G16 VO 608 G16 BU 707 G16 CD 808 G16 GC 908 G16 KW
509 E16 AU 610 G16 XL 709 G16 PB 809 G15 PN 910 G16 LE
510 G16 EL 611 G16 EL 708 E16 RK 809 G16 DT 914 G14 DF***
513 G16 KW 613 G16 SB 711 G16 CD 811 G14 DF*** 914 G16 RD
516 G16 YS 616 G15 PN 713 G15 PN 812 G16 OK 915 G16 TP
520 G16 RD 617 G16 OK 714 G14 DF*** 813 G15 PN 916 G15 PN
521 G16 JW 619 G14 DF*** 716 G16 WP 816 G16 FS 917 G16 PB
522 G16 WL 620 G15 PN 717 G15 PN 817 G14 DF*** 920 G16 KW
525 G15 PN 621 G16 HK 717 G16 KR 818 G16 JW 921 G16 HK
525 G16 IT 622 G16 CD 718 G16 DF 820 G16 OA 923 G15 PN
526 G14 DF*** 623 G14 DF*** 721 G16 BI 821 G14 DF*** 924 G14 DF***
526 G16 NU 625 G16 PZ 722 G16 AL 823 G14 DF*** 925 G14 DF***
527 G16 SB 628 G16 GZ 725 G15 PN 823 G16 EG 926 G16 ZB
528 G16 EA 628 G16 MN 732 G16 PG 824 G16 JW 927 G15 PN
531 G16 AB 633 G16 LE 735 G14 DF*** 825 G15 PN 928 G16 EL
534 G16 JD 635 G16 YS 736 G15 PN 827 G14 DF*** 934 G14 DF***
535 G15 PN 637 G15 PN 737 G16 KR 831 G16 CN 935 G15 PN
541 G15 PN 639 G16 HS 738 G16 TP 831 G16 WL 941 G16 RO
542 G16 JW 641 G14 DF*** 740 G16 GK 832 G14 DF*** 942 G16 AU
543 G15 PN 644 G14 DF*** 742 G16 BQ 840 G14 DF*** 948 G15 PN
544 G15 PN 649 G16 NZ 749 G15 PN 843 G15 PN 955 G16 NZ
551 G16 PD 651 G14 DF*** 751 G15 PN 844 G16 KW 961 G16 HS
551 G16 PT 653 G16 FB 755 G16 ST 846 G14 DF*** 961 G15 PN
552 G15 PN 655 G16 UF 760 G15 PN 846 G16 GK 962 G16 SB
554 G16 AU 657 G15 PN 761 G16 LG 848 G16 DB 963 G16 EL
555 G16 CI 660 G16 RO 763 G16 ZG 849 G15 PN 965 G14 DF***
558 G16 BE 666 G16 CI 765 G15 PN 850 G16 MD 965 G15 PN
563 G15 PN 667 G16 JU 767 G15 PN 851 G14 DF*** 966 G15 PN
564 G15 PN 669 G15 PN 771 G15 PN 852 G14 DF*** 969 G15 PN
565 G16 MD 674 G14 DF*** 778 G16 UI 853 G15 PN 969 G16 AL
568 G16 KW 676 G16 YB 779 G15 PN 855 G16 PL 974 G15 PN
569 G15 PN 677 G16 LD 780 G16 CI 856 G16 GK 979 G16 YB
571 G14 DF*** 678 G15 PN 781 G16 UL 863 G16 ZT 988 G16 AM
571 G16 GK 679 G16 PB 784 G14 DF*** 865 E16 AU 989 G16 WP
572 G15 PN 679 G16 PL 785 G14 DF*** 867 G14 DF*** 991 G14 DF***
573 G16 ER 680 G14 DF*** 790 G14 DF*** 868 G15 PN 991 G16 DT
577 G14 DF*** 680 G16 EG 791 G16 AM 870 G16 BJ 994 G15 PN
581 G15 PN 680 G16 NU 792 G14 DF*** 872 G14 DF*** 995 G16 JB
582 G15 PN 681 G16 ZO 795 G16 EG 873 G16 LA 997 G15 PN
585 G15 PN 683 G15 PN 799 G15 PN 877 G15 PN 998 G16 LU
587 G15 PN 686 G16 DT 880 G14 DF***
589 G16 ZB 687 G15 PN 881 G15 PN
591 G16 BJ 688 G15 PN 884 G16 CT
595 G15 PN 689 G14 DF*** 884 G16 KW
599 G16 NU 690 G15 PN 884 G16 ZT
691 G16 AU 885 G16 ER
695 G15 PN 887 G15 PN
696 G16 TP 888 G16 CI
697 G16 VB 890 G14 DF***
891 G15 PN


Quellen: Simon Mason, tiNG, Hans-Friedrich Dummrese, priyom.org, numbers-stations.com, Numbers & Oddities, ENIGMA, E2k

Agenten als Nachrichten

Sendeplan für einen BND-Agenten, Hinweis auf die „Rufnummern“ 222 und 888

In den von Detlev Vreisleben eingesehen Akten des BStU finden sich Hinweise auf spezielle „Rufnummern“, die keinen Agenten als solchen bezeichnen, sondern bereits selbst eine Nachricht darstellen. Wie auf dem nebenstehenden Bild zu sehen sind die „Rufnummern“ 222 und 888 bereits Anordnungen, denen der Agent, dem dieser Zeitplan gehört, unmittelbar nachkommen muss. Nach heutigem Stand der Erkennentisse (Januar 2022) wurden diese „Rufnummern“ bereits bei G14 beobachtet, wobei aber die 222 von Zahlensenderbeobachtern nie geloggt wurde. Die 888 wurde jedoch bei G16 unter der Kennung CHARLIE INDIA notiert.

Diese Kurznachrichten wurden offenbar in den betreffenden Sendungen wie normale Agenten behandelt und „für sie“ wurden auch Zahlengruppen übermittelt. Dies dürfte jedoch reiner Füllfunk gewesen sein („Fake Messages“ im neueren Jargon der Zahlensenderbeobachter) - zufällige Zahlenfolgen ohne eine echte Nachricht dahinter. Offenbar sollte die Gegenseite so zusätzlich beschäftigt werden.

Es ist davon auszugehen, dass es weitere dieser Kurznachrichten in Form von Agenten-Rufnummern gegeben hat. Klassischerweise dürften dies ebenfalls „Schnapszahlen“ gewesen sein (444, 777 etc.).

Format

Siehe auch: Format von Zahlensendungen für weiterführende Informationen.

Auch die Zahlensender des BND nutzten ein spezielles Format. Ihnen allen war gemein, dass sie die Teile Ankündigung, Präambel, Nachricht und Ende nutzten. Dabei gab es jedoch Unterschiede zwischen G14, G15, G16 und E16.

Allen gemein war, dass die Ankündigung jeweils zur vollen (h+00) und halben (h+30) Stunde begann und etwa fünf Minuten dauerte. Sie bestand aus der jeweiligen ID der Station und einer elektronischen Melodie, die auch als „Wessel-Hymne“ bekannt wurde[28][49].

In den ersten Jahrzehnten bestanden die Sequenzen der Ankündigung aus fünf Tönen. Die Ankündigung war grundsätzlich bei fast allen BND-Sendern identisch, auch wenn sie sich für jeden der Sender individuell unterschied. Nach jeder „Runde“ wurde dann die ID genannt, z.B. BRAVO TANGO, und dann in den meisten Fällen eine andere Tonsequenz verwendet. Der Ablauf dieses Musters änderte sich im Abstand von etwa 10 Jahren, über die gesamte Zeit also insgesamt mindestens dreimal. Es ist davon auszugehen, dass der Grund für deraritge Veränderungen eine Modernisierung der verwendeten Studio- und Sendetechnik war.

Zwar wurden immer die Calls von G16 und E16 viermal hintereinander gesprochen, aber die Stimme und Aussprache änderte sich mit dem Beginn jedes neuen Musters ebenso wie die verwendeten Tonsequenzen. Es waren zwar immer noch dieselben Töne, aber in einer anderen Reihenfolge und dadurch in den meisten Fällen auch einer anderen Tonart (beispielsweise Wechsel von G-Dur zu C-Dur). Diese Melodien wurden von einem Medium abgespielt und zum Ende der Ankündigung nach 5 Minuten einfach abgebrochen.

Es folgte zunächst die Präambel, im Vergleich zur Ankündigung sehr kurz war. Sie lautete beispielsweise „Es liegen Mitteilungen vor für...“ gefolgt von den dreistelligen Agentenbezeichnungen, für die in der jeweiligen Sendung Nachrichten zu Übermittlung vorlagen. Je nach Station konnte das ein einzelner Agent sein (bei G16 kam dies immer dann vor, wenn der Agent mehr als etwa 80 Gruppen aufzunehmen hatte, bei E16 war dies ob des geringeren Anzahl an Agenten eher die Regel) bis hin zu etwas über zehn Agenten (bei G15). Danach begann die direkt die Nachricht, immer mit den Signalwörtern „Achtung“ und „Gruppen“ bei der Gruppenzahlangabe - bei E16 waren die Signalwörter entsprechend übersetzt als „Attention“ und „Groups“.

Zunächst gab es noch eine richtige Endfunktion: Nach dem Ende der letzten Nachricht wurde das Signalwort „Ende“ (bei E16 „End“) übermittelt und es folgte ein Dauertonvon etwa drei Sekunden, der das Ende der gesamten Sendung kennzeichnete. Nach 1988 wurde nur das jeweilige Signalwort übermittelt und der Sender dann abgeschaltet.

Präambel, Nachricht und Ende wurden bis um den Jahreswechsel 1988-1989 noch live eingesprochen. Dies war daran zu erkennen, dass deutliche Atemgeräusche der ansonsten sehr disziplinierten Sprecherinnen zu hören waren. DÜber den gesamten Zeitraum, in denen die BND-Sender „on air“ waren, wurden mindestens fünf verschiedene Stimmen verwendet. Drei davon waren offenbar recht populär, da sie über mehr als zehn Jahre eingesetzt wurden, wie aus Tonmitschnitten hervorgeht.

Anfang der Ausstrahlungen bis ca. 1969

Aus mündlichen Berichten von Zahlensenderbeobachtern geht hervor, dass die Präambel bis in die 1960er Jahre bei den deutschen Stationen mit den Worten „Wir beginnen mit der Durchsage unseres Rundspruchs“ eingeleitet wurde. Das Ende der Sendung erfolgte dabei mit dem Text „Ende des Rundspruchs“. Ob auch hier schon der lange Ton verwendet wurde ist heute nicht mehr belegbar.

1969 bis etwa 1979

Mit dem neuen Muster der Ankündigungen wurde auch die Präambel zu Beginn der Zahlendurchsagen geändert in „Es liegen Mitteilungen vor für...“, was bei E16 mit „We have information for...“ übersetzt wurde. Die Sendungen endeten von da an mit dem einfachen Signalwort „Ende“ bzw. „End“ bei E16 und einem langen Ton, was bis zum Jahreswechsel 1988-1989 so beibehalten wurde.

Von 1979 bis zum Jahreswechsel 1988-1989

Mit der erneuten Änderung des Ankündigungsmusters tauchten mindestens 2 Calls auf, bei denen es nur eine Tonsequenz über die ganzen fünf Minuten gab (INDIA TANGO und ALPHA KILO). Ab Herbst 1982 gab es mit dem Sendestart neuer Calls von G16 und E16 eine umfangreiche Änderung: Die Tonsequenz bestand dann meistens nur noch aus vier verschiedenen Tönen.

Nach 1988

Ab dem Jahreswechsel 1988-1989 wurden dann bei allen Sendern acht verschiedene Töne für die Ankündigungssequenz verwendet. Ab dieser Zeit gab es eine Tonsequenz über fünf Minuten, die sich aber bei jeder Ausstrahlung änderte. Sie begann und endete immer mit einem langen Ton. Die Ankündigungen waren nun automatisiert bzw. digitalisiert.

Bei den Sequenzen bediente man sich einer langen „Tonkette“, die möglcherweise mit einem sogenannten „Random & Access“-Sequencer (zufallsgenerierte Tonsequenzierung) erzeugt wurde. Für jede Ausstrahlung wurde ein „Auszug“ daraus genommen und über die 5 Minuten gespielt. Vergleicht man einige Stationen miteinander, so ist zu bemerken, dass 2 Glieder dicht nebeneinander lagen, da die verwendeten Töne FAST gleich waren, manchmal nur mit wenigen Varianten am Anfang oder Ende. Der lange Ton am Anfang variierte oftmals vom Original, derjenige am Ende auch. Aber es kam vor, dass auch der vorletzte Ton vom Original abwich, und zwar dann, wenn der Ton im Original lang war. Dann nämlich wurde die Ankündigung mit 2 Tönen (einem kurzen und dem langen) beendet, die anders waren als im Original vorgesehen. Für solche variierte Auszüge gibt es in den Tondokumenten zwei Beispiele, nämlich "Zulu Papa" vom 27.08.1989 und "Golf Kilo" vom 18.01.1998. Sehr selten kam es auch vor, dass exakt der selbe Auszug mehrmals verwendet wurde: "Kilo Golf" und "Lima Golf" in den Tondokumenten sind Belege dafür.

Sprache und Stimme

Die Ausstrahlungen aller 4 gesprochenen BND-Sender begannen zur vollen oder halben Stunde mit einer 5-minütigen Ankündigung, bestehend aus dem „Call“ (viermal gesprochen) und einer Tonsequenz. Ausnahme war hierbei G15: „Call“ und Tonsequenz wurden gleichzeitig gesendet und lagen bis Ende 1988 quasi „übereinander“. In den ersten Jahrzehnten bestanden die Sequenzen aus fünf Tönen. Dies änderte sich 1982 mit dem Sendestart neuer Calls von G16 und E16. Die Tonsequenz bestand dann zunächst nur noch aus vier verschiedenen Tönen. Ab Ende der 1980er wurden dann bei allen Sendern acht verschiedene Töne für die Ankündigungssequenz verwendet.

Bis um den Jahreswechsel 1988/89 war die Ankündigung formell bei allen BND-Sendern identisch, auch wenn es sich für jeden der Sender individuell unterschied. Nach jeder Runde wurde in den meisten Fällen eine andere Tonsequenz verwendet, nur bei wenigen Calls (z. B. „Alpha Kilo“ oder „India Tango“) gab es nur eine Tonsequenz über die ganzen 5 Minuten der Ankündigung. Der Ablauf dieses Musters änderte sich im Abstand von etwa 10 Jahren, über die gesamte Zeit also insgesamt mindestens dreimal. Zwar wurden immer die Calls viermal hintereinander gesprochen, aber die Stimme und Sprache änderte sich mit dem Beginn des neuen Musters ebenso wie die verwendeten Tonsequenzen. Es waren zwar immer noch dieselben Töne, aber in einer anderen Reihenfolge und dadurch in den meisten Fällen auch einer anderen Tonart (Wechsel von G-Dur zu C-Dur).

Dieses Intro wurde von einem Medium abgespielt, nach 5 Minuten wurde es abgebrochen und es folgte zunächst die Präambel, die bis um den Jahreswechsel 1988/89 noch live eingesprochen wurde. Dafür wurden über den gesamten Zeitraum, in denen die BND-Sender „on air“ waren, mindestens fünf verschiedene Stimmen verwendet. Drei davon waren offenbar recht populär, da sie mehrmals eingesetzt wurden. Aus mündlichen Berichten von Zahlensenderbeobachtern geht hervor, dass die Präambel bis in die 1960er Jahre bei den deutschen Stationen mit den Worten „Wir beginnen mit der Durchsage unseres Rundspruchs“ eingeleitet wurde. Das Ende der Sendung erfolgte dabei mit dem Text „Ende des Rundspruchs“. Ab den 70er Jahren wurde die Präambel geändert in „Es liegen Mitteilungen vor für...“, was bei E16 mit „We have information for...“ übersetzt wurde. Die Sendungen endeten von da an mit dem einfachen Signalwort „Ende“ bzw. „End“ bei E16 und einem langen Ton.

Mit Beginn des Jahres 1989, als die Ankündigung aus Sequenzen von 8 Tönen bestand, wurden die Zahlen gesampelt und nicht mehr live eingesprochen. Dazu verwendete man die Stimme der wohl „beliebtesten“ Sprecherin. Im selben Atemzug änderte sich auch die Präambel in „Es folgen Mitteilungen für...“ sowie ein knappes „Message for...“ bei E16. Das „Ende“ am Schluss der Sendung wurde beibehalten, allerdings fiel der lange Ton danach weg.

Aussprache der Zahlen und Signalwörter

Einige der über den gesamten Zeitraum der Ausstrahlungen verwendeten Stimmen hatten eine recht markante Aussprache. Vor allem die zuletzt verwendete, gesampelte Stimme hatte bei den Englischen Zahlen einen deutlichen Akzent. Mutmaßlich kamen die meisten Sprecherinnen aus dem fränkischen oder niederbayrischen Sprachraum. Grundsätzlich war die Aussprache der Signalsätze und –Wörter sowie der Zahlen stets sauber, so dass sie auch bei schwierigen Empfangsbedingungen gut aufzunehmen waren. Einzig auffällig war, dass zwei Sprecherinnen eine vergleichsweise eher tiefe Sprechstimme besaßen. Allgemein war die Aussprache bei allen Sprecherinnen eher getragen und flüssig als zackig und abgehackt.

Von 1969 bis etwa 1988

Spätestens mit Einführung des Signalsatzes „Es liegen Mitteilungen vor für“ bei den deutschen Stationen wurden die 3 bekanntesten Stimmen für die Zahlen verwendet. Alle hatten gemeinsam, dass sie die 2 wie „Zwo“, die 5 wie „Fünnef“, die 9 wie „Neuen“ und die 0 wie „Sero“ (manche auch „Siero“) aussprachen. Die populärste Stimme sprach die 7 an der 4. Stelle einer Fünfergruppe (und zwar nur dort) häufiger „Sibben“ aus.

Eine der Stimmen (zu hören nach dem „Papa November“ vom Mai 1980) hatte andere Besonderheiten. Die 5 sprach sie eher wie „Funnif“ oder „Fönnif“, die 6 wie „Seeks“ aus, das Signalwort „Achtung“ klang bei ihr eher wie „Achtoong“ oder gar „Ächtoong“, auch „Ende“ klang bei ihr charakteristisch und daher anders als bei den anderen. Bei den „Gruppen“ klang es wie doppel-n am Ende, also eher „Gruppänn“.

Die meisten Sprecherinnen begannen ihre Ankündigungen mit „Es liegen Mitteilungen vor für“ und einer kleinen Pause, gefolgt von den dreistelligen Agenten-IDs. Nur die populärste Stimme sprach den Anfang der Ankündigungen „Es liegen Mitteilungen vor“, senkte dann die Stimme, machte eine kleinere Pause, und sagte dann „für“ und direkt danach die erste Agenten-ID. Das hörte sich (verschriftet) etwa so an: „Es liegen Mitteilungen vor. Für 998 ...“. Sie war auch diejenige, die die Fünfergruppen eher im Verhältnis 3:2 aussprach, sodass hinter der dritten Zahl jeder Fünfergruppe eine kleine Pause kam, etwa: „597 79“.

Anfang der 80er Jahre kamen 2 weitere Stimmen hinzu. Eine davon sprach die Zahlen ebenfalls im Verhältnis 3:2 aus, wobei sie beim ersten Verlesen nach der dritten Stelle die Stimme senkte, beim zweiten nur mit Pause sprach, etwa: „597. 79 597 79“ (zu hören nach dem „Papa November“ von 1984).

Markannt ist, dass in den Ankündigungen nach 1979 das in manchen phonetisierten Buchstaben enthaltene R besonders stark gerollt wurde („INDIA OSCARRRR“). Dem rollen unterlagen auch die Buchstaben „Uniforrrrm“ und „Brrravo“. Diese Eigenart blieb jedoch nicht lange, offenbar wurden die auffälligen Ankündigungen recht schnell neu eingesprochen.

Nach 1989

In der gesampelten Version der populärsten Stimme wurde die 7 (außer am Gruppenende) wie „Sibben“ ausgesprochen. Dabei orientierte man sich an der 4. Stelle einer live ausgesprochenen Gruppe. Die englische, akzentuierte Version der Zahlen war sehr charakteristisch. So wurde z. B. die 3 wie „Frie“, die 4 wie das deutsche Wort „Vor“ und die 0 wie „Sieru“ ausgesprochen. Auch am Anfang der Ankündigung klang „for“ eher wie „vor“.

Das Erstaunliche an der digitalisierten Sprechstimme ist, dass die Fünfergruppen wohl artikuliert sind. Die Sprecherin startet die erste Zahl mit angehobener Stimme und die letzte Zahl wurde gesprochen, als würde darauf ein Punkt folgen. Es muss ein sehr komplexes Digitalisierungsverfahren gewesen sein, bei dem für jede Stelle einer Fünfergruppe jeweils alle zehn Ziffern eingesprochen wurden.

Aussprache der Zahlen

Stimme 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 Signalwörter
1 „Einz“ „Zwoo“ „Drei“ „Vier“ „Fünnef“ „Sechs“ „Sieben“ „Acht“ „Neuenn“ „Seroh!“
2 „Eins“ „Zwo“ „Dreih“ „Vier“ „Fönnif“ „Seeks“ „Sieben“ „Achcht“ „Neuenn“ „Seroh!“
3 „Eins“ „Zwo“ „Drei!“ „Vierr“ „Fünef“ „Sechs“ „Siebän“ „Acht“ „Neujen“ „Sieroh!“
4 „Einz“ „Zwo“ „Drei!“ „Vier“ „Fünnep“ „Sechs“ „Sibben“ „Acht“ „Neujenn“ „Sero!“
5 „Einz“ „Zwo“ „Drei“ „Vier“ „Fünnef“ „Sechs “ „Sieben“ „Acht“ „Neuenn“ „Seroh!“ „Achtoong“
Digital „Einz“ „Zwo“ „Drei“ „Vier“ „Fünnef“ „Sechs “ „Siebben“ „Acht“ „Neujenn“ „Seroh!“ „Achtoong“


Sendeplan

Da der BND insgesamt vier Sprach-Zahlensender betrieb war der Zeitplan äußerst komplex und deutet auf entsprechend große Sendekapazitäten hin. Über die späten 1980er bis Ende der 1990er Jahre stellte Simon Mason einen relativ exakten Zeitplan zusammen, der jedoch allgemein gilt und keine Wochentage separat berücksichtigt. Hinzu kommt ein Frequenzplan aus der Feder von tiNG, der einige Sendezeiten mit auflistet aber keine IDs.

In der nachfolgenden Tabelle werden alle bislang verfügbaren Daten (Stand September 2021) in einem globalen Zeitplan zusammengefasst. Es sind alle Sender eingeschlossen, G14, G15, G16 und E16. Angegeben sind die jeweilige Buchstaben-ID, wenn diese nicht bekannt ist steht dort eine Raute (#).

Here is a schedule for the E16/G16 West German "2-letter" stations from 1984 -1996. According to my logs, the decline in activity started around 1990.
In AUG 1994 these stations were still active VO SB KW HK AU JW OA RD GK MD CD BN CN WL DA.
In FEB 1996, these had dwindled away to GK SB CD MD WL HK.
In JUN 1996 only GK MD WL OK were left.
In JUN 1997 GK MD WL FR DL.
The last ever logged transmission occurred on 2 JUL 97 - Golf Kilo.

Vormittags (UTC)

UTC 0000 0030 0100 0130 0200 0230 0300 0330 0400 0430 0500 0530 0600 0630 0700 0730 0800 0830 0900 0930 1000 1030 1100 1130
2656,00
2690,00 G16
2707,00 G15 G15 G15 G15
2745,00
2780,00
2830,00
3228,00 G16 G16
3262,00
3370,00
DFC37
4010,00
DFD21
4543,00 G16 G16 G16
4594,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
4773,00
4821,00 G16
E16
4888,00 G16
E16
G16
E16
G16
E16
5015,00 G15 G15 G16 G15 G15 G16
5182,00 G16
5284,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
5732,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
5770,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
6370,00 G16
E16
G16
E16
G16
E16
6765,00 G16 G16
6853,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
7404,00 G15 G15 G16 G15 G15 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
7532,00 G16 G16 G16
7661,00 G16
7740,00 G16 G16
7752,00 G16 G16
7858,00 G16 G16 G16 G16
8063,00 G16 G16
8173,00 G16 G16 G16 G16
9040,00 G16 G16 G16 G16 G16
9202,00 G16
9325,00 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16
9450,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16
10170,00
10177,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
10460,00 G16 G16
10500,00 G16
10740,00 G16 G16 G16
11108,00 G15 G15 G15 G15
11545,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
11617,00 G16 G16
12092,00 G16 G16 G16 G16
12210,00 G16 G16 G16
12314,00 G16 G16 G16 G16 G16
13362,00
13375,00 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16 G16
13415,00
13752,00
13775,00
13890,00 G16 G16 G16
E16
G16
E16
G16
14622,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
14945,00 G16 G16 G16 G16 G16
15610,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
15990,00
16055,00 G16 G16 G16 G16
16220,00 G16 G16 G16 G16 G16
16414,00 E16 G16 G16 G16
17430,00 G16 G16 G16 G16 G16
18195,00
18575,00
19295,00 G16 G16 G16
19755,00 G16
20240,00 G16
20350,00 G16 G16
20675,00 G16
22885,00 G16
UTC 0000 0030 0100 0130 0200 0230 0300 0330 0400 0430 0500 0530 0600 0630 0700 0730 0800 0830 0900 0930 1000 1030 1100 1130

Nachmittags (UTC)

UTC 1200 1230 1300 1330 1400 1430 1500 1530 1600 1630 1700 1730 1800 1830 1900 1930 2000 2030 2100 2130 2200 2230 2300 2330
2656,00
2690,00
2707,00 G15 G15 G15 G15
2745,00
2780,00
2830,00
3228,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
3262,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
3370,00
DFC37
G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14
4010,00
DFD21
G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14 G14
4543,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
4594,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
4773,00
4821,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
4888,00 G16
E16
G16 G16
E16
G16 G16 G16 G16 G16 G16
5015,00 G15 G15 G16 G16 G15 G15 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
5182,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
5284,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
5732,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16
E16
G16 G16 G16
5770,00 G16
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G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16 G16 G16
6370,00 G16
E16
6765,00 G16 G16 G16 G16
6853,00 G16
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G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
7404,00 G15 G15 G16 G16 G16 G16 G15 G15 G16
E16
G16 G16
E16
G16 G16 G16 G16
7532,00 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16
E16
G16
E16
G16 G16 G16
7661,00 G16 G16 G16
E16
G16
7740,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16
7752,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16
7858,00 G16 G16 G16 G16 G16
8063,00 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
8173,00 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16
E16
G16 G16 G16 G16 G16
9040,00 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16 G16
9202,00
9325,00 G16 G16 G16 G16 G16
E16
G16 G16 G16 G16 G16 G16
9450,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
10170,00
10177,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
10460,00 G16 G16 G16
10500,00 G16 G16
10740,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
11108,00 G15 G15 G15 G15 G16 E16
11545,00 G16
E16
G16
E16
G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
11617,00 G16
E16
G16
E16
G16 G16 G16
E16
G16
12092,00 G16 G16 G16
12210,00 E16 E16 G16 G16
12314,00 G16 G16 G16 E16
13362,00
13375,00 G16 G16 G16 G16 G16 G16
E16
13415,00
13752,00
13775,00
13890,00 G16 G16
E16
G16 G16 G16 G16 E16
14622,00 G16 E16 G16 G16 G16 G16 G16 G16
14945,00 G16 G16 G16 G16 G16
15610,00 E16 E16 G16
E16
G16 G16
15990,00 G16
16055,00 E16 G16
E16
16220,00 G16
E16
E16
16414,00 G16 G16 G16 G16 G16
17430,00 E16 G16
18195,00 E16 G16
18575,00 G16 G16
19295,00 G16 G16 G16
19755,00 G16
20240,00
20350,00 G16
20675,00
22885,00
UTC 1200 1230 1300 1330 1400 1430 1500 1530 1600 1630 1700 1730 1800 1830 1900 1930 2000 2030 2100 2130 2200 2230 2300 2330

Abschluss des Artikels

Weitere Punkte?

So, Leute,was gibt es Eurer Meinung nach hier sonst noch zu schreiben? TiNG (Diskussion) 23:10, 13. Okt. 2021 (UTC)

Entsprechende Links

BITTE DIESE LINKS NOCH NICHT LÖSCHEN!!!!!! TiNG (Diskussion) 23:10, 13. Okt. 2021 (UTC)

Geschichte des BND -> https://www.bnd.bund.de/DE/Der_BND/Geschichte/geschichte_node.html

N&O Frankfurt transmitter sites -> http://www.cvni.net/radio/nsnl/nsnl047/nsnl47fswth.html

Cryptologia-Artikel -> http://wiki.utdx.de/images/d/d9/20180411_-_swldxer.co.uk_-_From_the_Archives_%3D_The_U.S._and_West_German_Agent_Radio_Ciphers_by_Jan_Bury.pdf

Agentenfunkleistelle PAPERMILL Baumholder: Baumholder (Google Books) sowie Google Book dazu

Baumholder: https://goo.gl/maps/rpNNhab4Bv22 Hundsbach: https://goo.gl/maps/6deZfUFGCW42

Mitnutzung von anderen Sendestellen des Bundes (Polizei, Bw, Diplo) siehe zunächst hier:

http://www.ausweichsitz.de/pdf-artikel/2016-07-13.pdf

ebenso

https://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=3122&postdays=0&postorder=asc&start=130

Militärgelände Hochheid bei St. Aldegund: https://goo.gl/maps/yy96e9AdX3u Sendestelle Kirspenich: https://goo.gl/maps/k5uHtFBD6u92

http://archiv.ausweichsitz.de/content/view/204/39/index.html

http://ausweichsitz.de/pdf-artikel/2016-07-13.pdf

Sendestelle Deckenpfronn: https://goo.gl/maps/iHZwuPiWSS92

http://ausweichsitz.de/pdf-artikel/2016-07-13.pdf


Aus SIS-Germany (Sigint-Group) – Thema „BND-Liegenschaften“: "Bundesstelle für Fernmeldestatistik" Söcking bei Starnberg: Sendeanlage: Sie dienten wahrscheinlich als „Rundspruchdienst“, einen Führungsdienst, der auf bestimmten Frequenzen verschlüsselte Anweisungen für ND-Verbindungen in Europa und Übersee sendete. Dazu gehörte auch die, niht mehr aktive, Anlage in Söcking/Starnberg: 48°00'12.95"N 11°18'34.73"E -> https://goo.gl/maps/ShvYuybiqwA2

"Fernmeldestelle Süd" Gablingen 48°27'04.59"N 10°51'46.46"E

"Fernmeldestelle Süd" Hof 50°19'10.22"N 11°52'30.51"E

dazu das große Antennenfeld bei Position: 50°19'29.6"N 11°51'46.9"E / 50.324884, 11.863036
-> https://goo.gl/maps/RvNNnrxDbCLB7pyu8

"Fernmeldeweitverkehrsstelle" Bad Aibling 47°52'30.94"N 11°59'19.78"E -> https://goo.gl/maps/mbkuL5SwQr22

"Bundesstelle für Fernmeldestatistik" Butzbach 50°25'15.48"N 8°39'33.08"E -> https://goo.gl/maps/Avw98YYK5KT2

"Bundesstelle für Fernmeldestatistik" Monschau 50°32'46.45"N 6°15'10.52"E -> https://goo.gl/maps/EwaMKGxSCpC2

"Ionosphäreninstitut" Rheinhausen 48°15'28.61"N 7°42'02.04"E -> https://goo.gl/maps/HPStTxJJvKB2

"Bundesstelle für Fernmeldestatistik" Schöningen 52°08'31.73"N 10°56'21.31"E -> https://goo.gl/maps/DBgfiTxzNzx

"Bundesstelle für Fernmeldestatistik" Husum 54°29'39.32"N 9° 1'38.08"E -> https://goo.gl/maps/G7FqShrNZWH2

Ehemalige BND-Liegenschaften (siehe Schmidt-Eenboom):

BND Funkstelle "Mühle" in Dachau/Kreuzholzhausen 48°16'13.84"N 11°19'36.92"E -> https://goo.gl/maps/ADd9VfXNzU22

BND Funkstelle "Alpina" in Tutzing 47°55'16.20"N 11°16'1.50"E -> https://goo.gl/maps/eNTjehsvdWw

Quellen

Einzelnachweise

  1. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9 Ch. Links Verlag, ISBN=978-3-96289-022-3, Seite 88
  2. Olaf Velte: Opel-Jagdhaus ist einer der Geburtsorte des Bundesnachrichtendienstes (BND), abgerufen am 26.01.2021
  3. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9 Ch. Links Verlag, ISBN=978-3-96289-022-3, Seiten 36–41
  4. Bodo V. Hechelhammer: Spion ohne Grenzen. Heinz Felfe. Agent in sieben Geheimdiensten, Piper-Verlag Münschen, ISBN 978-3-492-05793-6, Seite 86
  5. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9 Ch. Links Verlag, ISBN=978-3-96289-022-3, Seiten 105–110
  6. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9 Ch. Links Verlag, ISBN=978-3-96289-022-3, Seiten 144–167
  7. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9 Ch. Links Verlag, ISBN=978-3-96289-022-3, Seite 197
  8. Bodo V. Hechelhammer: Spion ohne Grenzen. Heinz Felfe. Agent in sieben Geheimdiensten, Piper-Verlag Münschen, ISBN 978-3-492-05793-6, Seiten 80–106
  9. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9 Ch. Links Verlag, ISBN=978-3-96289-022-3, Seite 177
  10. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9 Ch. Links Verlag, ISBN=978-3-96289-022-3, Seite 188
  11. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9 Ch. Links Verlag, ISBN=978-3-96289-022-3, Seiten 230 ff.
  12. Armin Müller: „Wellenkrieg: Agentenfunk und Funkaufklärung des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 4, Ch. Links Verlag Berlin, ISBN=978-3-86153-947-6, Seite 67,68
  13. Armin Müller: „Wellenkrieg: Agentenfunk und Funkaufklärung des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 4, Ch. Links Verlag Berlin, ISBN=978-3-86153-947-6, Seite 68,69
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 Jan Bury: „From the Archives: The U.S. and West German Agent Radio Ciphers“ Artikel in CRYPTOLOGIA Volume 31, Issue 4 October 2007 , pages 343 - 357
  15. CIA: Future Federal Military Security and Intelligence Agencies (12.11.1951), im Webarchiv unter archiviert 13. Juli 2017
  16. CIA: „Bundesnachrichtendienst“ (14.11.1952), im Webarchiv archiviert am 13. Juli 2017
  17. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9, Ch. Links Verlag Berlin, ISBN=978-3-96289-022-3, Seite 300
  18. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9, Ch. Links Verlag Berlin, ISBN=978-3-96289-022-3, Seite 316
  19. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9, Ch. Links Verlag Berlin, ISBN=978-3-96289-022-3, Seite 355}}
  20. Thomas Wolf: „Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle“, aus der Reihe „Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968“, Band 9, Ch. Links Verlag Berlin, ISBN=978-3-96289-022-3, Seiten 325 ff.
  21. 21,0 21,1 21,2 21,3 21,4 Armin Müller, Ch. Links Verlag, ISBN 978-3861539476, Seite 80
  22. BStU, Archiv der Außenstelle Berlin, MfS B V Berlin, Abteilung II 480, Teil 1/2, Seite 117 (BStU 120)
  23. „BND: Wirrwarr am Mast“ - Wie weit reichte die technische Zusammenarbeit zwischen Bundesnachrichtendienst (BND) und den Regierungsbunkern von Bund und Ländern? Ausweichsitz, 13.07.2019, abgerufen am 06.10.2021 - PDF
  24. Forum GESCHICHTSSPUREN, Beitrag vom 21.07.2016 ff. - abgerufen am 06.10.2021
  25. [https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnachrichtendienst#Eins%C3%A4tze Die Einsätze des Bundesnachrichtendienste, Wikipedia, 06.10.2021
  26. 26,0 26,1 26,2 BStU Archiv der Zentralstelle MfS-Abt. 26 Nr 774: „Studienmaterial – Zur Veranschaulichung der Arbeitsweise imperialistischer Geheimdienste bei der Organisierung subversiver Angriffe, insbesondere von Spionage gegen die Deutsche Demokratische Republik“, Potsdam, April 1988
  27. 27,0 27,1 27,2 27,3 Jörg Dobrick: Substitutionstabellen der BND Agenten
  28. 28,0 28,1 Werner Stiller: Der Agent- Mein Leben in drei Geheimdiensten, 2. Auflage 2010, Verlag Ch. Links, ISBN 978-3-86153-592-8, Seiten 81 u. 82
  29. Buchstabenhäufigkeit in deutschsprachigen Texten, Wikipedia, abgerufen am 31.10.2021
  30. 30,0 30,1 Erich Schmidt-Eenboom: „Empfänglich für Geheimes – Die (west)deutschen Nachrichtendienste im Äther“
  31. Die mutmaßliche ehemalige Sendestelle in Dachau-Kreuzholzhausen bei Google Maps - 48°16'13.84"N 11°19'36.92"E
  32. Sendestelle „ALPINA“ bei Google Maps - 47°55'16.20"N 11°16'1.50"E
  33. Weltweit Hören, Heft 2/1976, Seite 28, abgerufen am 07.07.2019
  34. Die mutmaßliche ehemalige Sendestelle in Söcking bei Google Maps - 48°00'12.95"N 11°18'34.73"E
  35. Bundesstelle für Fernmeldestatistik. "Fernmeldetechnisches Institut" in Stockdorf, Gauting auf Google Maps - 48°05'25.06" N 11°24'42.96" E
  36. Horchposten Krailing in der SIGINT-GROUOP
  37. Die 1994 stillgelegte Empfangsstelle (Horchposten) Krailing, Codename "DaCapo", auf Google Maps - 48° 5'50.18"N 11°22'15.58"E
  38. Die ehemalige „Bundesstelle für Fernmeldestatistik“ im Norden von Husum auf Google Maps - 54°29'33.0"N 9°01'43.2"E
  39. Ausschreibung ehemalige "Bundesstelle für Fernmeldestatistik" auf der Seite der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
  40. „BND: Wirrwarr am Mast“ - Wie weit reichte die technische Zusammenarbeit zwischen Bundesnachrichtendienst (BND) und den Regierungsbunkern von Bund und Ländern? Ausweichsitz, 13.07.2019, abgerufen am 07.07.2019 - PDF
  41. Forum GESCHICHTSSPUREN, Beitrag vom 21.07.2016 ff. - abgerufen am 07.07.2019
  42. Funkstelle Deckenpfronn bei Google Maps - 48°39'47.0"N 8°47'36.3"E
  43. Bunkerbesichtigung Kirspenich im Juni 2013 bei archiv.ausweichsitz.de - abgerufen am 07.07.2019
  44. Sendestelle Kirspenich auf Google Maps - 50°36'33.9"N 6°48'25.5"E
  45. Die ehemalige Sendestelle Sankt Aldegund, die offiziell vom Wetterdienst der Bundeswehr („Meteo Grengel“), aber wohl auch vom BND genutzt wurde auf Google Maps - 50°04'31.4"N 7°06'29.0"E
  46. Truppenübungsplatz Baumholder mit mutmaßlicher BND-Sendestelle auf Google Maps
  47. Das mutmaßliche ehemalige Sendehaus des BND-Senders in Hundsbach auf Google Maps -49°42'31.2"N 7°34'14.0"E
  48. Abhörstaat Deutschland (Telepolis): Die SIGINT-Landschaft seit 1945 in Ost und West von Gerhard Piper - Google Books - abgerufen am 07.07.2019
  49. Werner Stiller: Der Agent- Mein Leben in drei Geheimdiensten, 2. Auflage 2010, Verlag Ch. Links, ISBN 978-3-86153-592-8, Seite 85