Marinefunksendestelle Marlow

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Die Marinefunksendestelle Marlow ist eine Sendeanlage der Deutschen Marine für die Verbindungsaufnahme und Funkübertragung an Schiffe, Boote und Luftfahrzeuge der deutschen Streitkräfte und ihrer Verbündeten. Sie liegt in einem Waldstück etwa 40 Kilometer von Rostock entfernt. Markantes Zeichen der Sendestelle ist die gut 100 Meter hohe Drehstandantenne. Sie kann Signale zwischen 6 und 30 MHz winkelgenau in eine bestimmte Richtung abstrahlen und ist somit für Weitverkehrsverbindungen in außerheimische Gewässer besonders gut geeignet.

Etwa 12 Sender, mit Leistungen zwischen 1 und 10 Kilowatt stehen in der Sendestelle zr Verfügung, die vom Marinefernmeldezentrum in Glücksburg bei Flensburg variabel belegt werden können. Überwiegend werden hier Signale in der Modulationsart STANAG 4285 ausgestrahlt, seltener Sprechfunk.

Die Sendestelle steht, wohl wegen der großen Drehstandantenne, im Verdacht, eine sogenannte HAARP-Anlage zu sein. Nach Meinung und Lesart von Verschwörungsideologen wird mit der Sendestelle in Marlow Einfluss auf das Wetter genommen, um es in Kriegs und Krisenzeiten gegen den Feind einsetzen zu können. Dieser Unfug reiht sich ein in die Legende der sogenannten Chemtrails. Tatsächlich bietet aber eine solche Sendestelle wie in Marlow nicht genug Energie, um manipulativ auf das Wetter Einfluss zu nehmen.

Im Jahr 2016 berichtete PRO7 in der Reihe Galileo - Hidden Places über die Sendestelle:


Sendung über die Sendestelle Marlow bei PRO7 (Gallileo - Hidden Places, 26. September 2016)

Die Deutsche Marine betreibt neben der Funksendestelle in Marlow an der Ostsee noch die Marinefunksendestelle Hohe Düne bei Rostock sowie an der Nordsee die Sendestellen Neuharlingersiel und Schortens. Hinzu kommt der U-Boot-Sender der Marinefunksendestelle Rhauderfehn.