Y01

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Eckdaten von Y01
Rufzeichen ZNhLI
Frequenzen 4.625,00 kHz
Familie Monolith Netzwerk
Channel Marker "Buzzing"
Sprache Russisch
(OM / YL)
Spitzname oder
Bemerkungen
The Buzzer
Modulation A3E, J3E-U
Status Aktiv
Erstes Log 1976
Letztes Log Aktiv
Weitere Informationen hier


Charakteristischer Brummton von Y01

Arbeitsfrequenz von Y01: 4625,0 kHz
SDR Bildschirmfoto: Y01 Marker

Y01 ist die ENIGMA-Kennzeichnung für eine Station, die seit vielen Jahren schon auf 4625,0 kHz zu hören ist. Sie ist Bestandteil des sogenannten Monolith Netzwerks, das von den russischen Streitkräften, höchstwahrscheinlich den Bodentruppen (Heer), betrieben wird. Neben der durch die ENIGMA-Gruppe vergebenen Bezeichnung S28 ist die Station auch als (The) Buzzer bekannt. Dabei ist Y01 kein Zahlensender im klassischen Sinne.

Bekannt wurde Y01 außerdem durch das, inzwischen geänderte, Rufzeichen UZB76, das irrtümlich als UVB76 verbreitet wurde. Dabei handelt es sich allerdings nicht um das Rufzeichen von Y01 selbst, sondern um den Sammelanruf aller Empfänger im Funkkreis, der von Y01 geführt wird (Netzleitstelle). Das eigene Rufzeichen von Y01 lautet VULKAN.

Den Alias (The) Buzzer erhielt der Sender wegen seines charakteristischen Signals. Der Zweck der Station ist größtenteils geklärt, bleibt aber, trotz vieler Hinweise, immer noch mit Rätseln behaftet. Damit bietet diese Station mit ihren Sendungen reichlich Stoff für abstruse Verschwörungstheorien, wie einige veröffentlichte Presse- und Blogartikel beweisen.

Klassifikation

Der Sender S28 ist von der ENIGMA-Gruppe zur Sprachfamilie "S" (Slavic) für Zahlensender slawischer Sprachen zugeordnet worden, auch wenn es sich nicht um einen Zahlensender im klassischen Sinne handelt. Deshalb hat das Team dieses Wikis sich dazu entschlossen das neue Kürzel Y01 zu verwenden, in dem das Y wie auf den KFZ-Kennzeichen für Militär steht. Unter Kurzwellenhörern ist der Name Buzzer allgemein gängig und weiter verbreitet. Dabei gilt dies sowohl für den deutschen als auch den englischen Sprachbereich (Der Buzzer - The Buzzer). Russische Kurzwellenhörer nennen ihn dagegen allgemein žužžalka, zu Deutsch Summer. Dokumentiert sind Signale von Y01 seit 1976. Möglicherweise sendet die Station aber schon seit 1973[1] auf der Kurzwellenfrequenz 4625 kHz (normalerweise in Amplitudenmodulation mit vollem Träger, ab und zu auch in Einseitenbandmodulation mit unterdrücktem Träger).

Irrtümlich wurde die Identifikation des Senders mit UZB76 (УЗБ76) angegeben, doch dabei handelte es sich um das ehemalige (internationale) Sammelrufzeichen für alle Empfänger im Netz. Der tatsächliche Rufname des "Buzzers" lautet Vulkan.

Funkbetrieb

Standardmäßig sendet die Station nur ihren Brummton als eine Art „Kanal-Frei-Zeichen“ (Channelmarker). Zu unterschiedlichen Zeiten wird dieser Brummton unterbrochen und es werden Sprachnachrichten gesendet. Diese richten sich fast ausschließlich an alle Empfänger im Funknetz. Die bislang erfassten und dokumentierten Sprachnachrichten wurden bis September 2010 mit dem Sammelrufzeichen UZB76 (УЗБ76)[2] angekündigt. Dieses Rufzeichen entspricht den Regularien der ITU für eine Station des Landfunkdienstes (vgl. DHJ59 oder DHM91).

Oftmals wurde das ehemalige Rufzeichen irrtümlich als UVB76 (УВБ76) wiedergegeben. Dies beruht auf einer fehlerhaften Aufnahme und in deren Folge der Missdeutung des zweiten Buchstabens, Ze statt Ve, wie nicht näher beschriebene russische Kurzwellenamateure bestätigt haben.[2] Allgemein hat sich aber im westlichen Sprachraum fälschlicherweise UVB76 durchgesetzt.

Am 23.08.2010 erfolgte die letzte dokumentierte Übertragung mit dem Sammelrufzeichen UZB76. Der Inhalt war: "UZB76, UZB76 93 882 NAIMINA 74 14 35 74".

Ab dem 01.09.2010 herrschte eine Zeit lang Stille auf 4625 kHz. Erst am 03.09.2010 war wieder ein Träger zu erkennen, gefolgt von Testsendungen die mehr oder weniger authentisch erschienen. Es wird aber inzwischen davon ausgegangen, dass sich hier Funkpiraten den einen oder anderen Spaß auf der vermeintlich "freien" Frequenz erlaubt haben. Zu hören waren zahlreiche Sprachnachrichten, unterschiedliche Buzzer Sounds, eine musikalische Passage aus "Schwanensee", verschiedene Hintergrundgeräusche wie Schritte, klapperndes Kaffeegeschirr oder Türenknallen, sowie Gespräche in russischer Sprache mit männlichen und weiblichen Stimmen.

Mit der Wiederaufnahme des Funkbetriebs änderte sich das Sammelrufzeichen in MDZhB (phonetisiert Mikhail Dmitri Zhenya Boris)[2], was von vielen Beobachtern der Station mit dessen Verlegung von seinem ursprünglichen Standort nordwestlich von Moskau in die Nähe von St. Petersburg in Bezug gesetzt wird.

Am 07.09.2010 um 1643z wurde erstmals das neue Rufzeichen in einer Nachricht aufgenommen: "MDZhB 04979 DRENDOUT 2852 4471 TRENERSKIJ 3752 1321"

Danach kam es jedoch vereinzelt vor, dass die Station andere Rufzeichen für die Empfängeransprache verwendete, diese jedoch nur in wenigen dokumentierten Fällen:

  • Am 14.02.2011 wurden die Rufzeichen KZJT LNR4 (КЗЙТ ЛНР4) verwendet.
  • Am 24.02.2011 wurden KZJT und MBYShch (КЗЙТ МБЫЩ) gerufen.
  • Weitere sieben bis dahin unbekannte Rufzeichen tauchten zwischen März und Oktober 2011 auf, unter anderem auch OYeUN (ОЕУН). Sie wurden jedoch nach einer bis drei Nachrichten wieder durch ein anderes ersetzt.

Von November 2011 bis Mitte März 2012 arbeitete die Station wieder mehrheitlich mit MDZhB .

Am 13.03.2012 wurden insgesamt 18 Nachrichten durch Kurzwellenhörer in Europa und Russland aufgenommen. Das bereits im August 2011 verwendete Rufzeichen OYeUN (ОЕУН) wurde für eine dieser Nachrichten wiederholt genutzt, gefolgt von den drei neuen Rufzeichen YB2M (ЬБ2М), HN87 (ХН87) und 2BYP (2БЫП) mit je einer Nachricht.

Damit wurde die These, dass es sich bei diesen vom Buzzer verwendeten Rufzeichen um einzelne Gegenstellen bzw. einen Sammelanruf handelt, gefestigt. Eindeutigster Hinweis war eine einzelne Nachricht mit zwei Empfänger-Rufzeichen.

Grundsätzlich gilt, dass Rufzeichen in der militärischen Kommunikation einer Einheit, einem Gebiet oder einer Funktion zugewiesen sind. Das würde erklären warum die überwiegende Mehrheit der Nachrichten an lediglich ein Rufzeichen gerichtet ist. Somit wäre der Buzzer die Netzleitstelle mit nur gelegentlichem Bedarf eine andere Kommunikationseinrichtung zu kontaktieren[2].

Seit Ende des Jahres 2015 wurde ein neues Rufzeichen, ZhUOZ (ЖУОЗ), verwendet.[3]

Am 1. März 2019 wurde ein neues Rufzeichen, ANVF (###), verwendet.

Sendeplan

SDR-Screenshot: Nebenfrequenzen ("Schwestern") von Y01. Hauptfrequenz ist 4625,0kHz
SDR-Screenshot: Frequenzinstabilität der "Schwester" Frequenzen. Wenn der Ton gesendet wird, wandert der Träger einige Herz nach oben.

Einen klassischen Sendeplan im Sinne eines Programmschemas gibt es nicht. Die Sprachnachrichten tauchen willkürlich auf und unterliegen keiner nachvollziehbaren Programmstruktur. Allerdings scheint es einen, in Teilen nicht mehr aktiven, Frequenzplan bei Vulkan zu geben:

Frequenzplan

Frequenzen von Y01
Hauptfrequenz: 4625,00 kHz 24 Stunden
Sendebetrieb
"Tag"-Frequenz: 6998,00 kHz aktiviert von 15.10.2015 bis etwa Sommer 2017, derzeit inaktiv
"Oberwelle": 9250,00 kHz Nicht bei allen verwendeten Sendern bzw. Antennen und zudem nur bei guten Bedingungen zu hören
Alternativ-Frequenz: 3216,00 kHz Nur vom 19.02.15 bis etwa
24. oder 27.02.2015 aktiv;
derzeit inaktiv
Sonderfrequenz: 4620,00 kHz Nur am 25.09.2014 beobachtet

Die Oberwelle ist das exakte Doppel der normalen Sendefrequenz von 4625 kHz. Diese Aussendung hat ihre Ursache vermutlich in qualitativ schlechten Filtern des Senders.

Eine mögliche Erklärung für die Entstehung der mehrfach beobachteten Nebenprodukte könnte ein Fehler im Modulator des Senders sein. Ebenso möglich wäre, dass die Hochfrequenz des Buzzers in andere Sender der gleichen Kommunikationszentrale einstreut, die zur selben Zeit "on air" sind. Diese Nebenprodukte haben eine gewisse Frequenzinstabilität. Wenn der Brummton gesendet wird, wandert der Träger einige Hertz nach oben, siehe Bild rechts. Dies bestätigen Nutzer von SDR-Empfängern, die den Buzzer gleichzeitig beobachtet haben.

Aufbau einer Sendung

Der Sender strahlt kontinuierlich einen kurzen, monotonen Summton aus, der etwa 25 Mal pro Minute wiederholt wird. In der Vergangenheit dauerte diese Sendung jeden Tag 23 Stunden und 10 Minuten. Zwischen 07:00 und 07:50 Uhr UTC schwieg der Sender. Während dieser sendefreien Zeit fanden höchst wahrscheinlich Wartungsarbeiten statt.[4] Wann diese Pause abgeschafft wurde ist nicht genau bekannt. In der Nacht vom 15.01.2015 zum 16.01.2015 entstand ein Langzeit-Audiomitschnitt durch einen Kurzwellenhörer. Bei der Auswertung dieser Aufzeichnung stellte sich heraus, dass auch in der Zeit zwischen 07:00 und 07:50 UTC gesendet wurde. Ob die Pause an diesem Tag später stattfand ist nicht belegt, weil das Signal aufgrund der Ausbreitungsbedingungen nach 08:00 UTC nicht mehr zu hören war.

Bis 2009 wurde der sich wiederholende Ton eine Minute vor jeder vollen Stunde für 60 Sekunden durch einen durchgehenden Ton wechselnder Höhe ersetzt.[5] Anschließend wurde der wiederholte Ton fortgesetzt. Seit Herbst 2009 hingegen ist dieser durchgehende Ton verschwunden.

Darstellung einer typischen ‚Sendung‘ von UVB-76 durch einen Spektralanalysator.

Entwicklung des Sendeschemas

Der Sender ist (dokumentiert) seit 1976 in Betrieb[2], möglicherweise sogar schon seit 1973. Anfangs wurde ein sich wiederholender Piepton von zwei Sekunden Dauer gesendet, der Anfang des Jahres 1990 in den noch heute hörbaren Summton geändert wurde.[6][7] Am 16. Januar 2003 änderte sich das Signal kurzzeitig zu einem höheren Ton von längerer Dauer (ca. 20 Töne pro Minute).

Mutmaßlich wird der Summton elektro-mechanisch und nicht elektronisch erzeugt. Mehrere Kurzwellenhörer beobachteten über viele Jahre, dass die Tonhöhe des Summtons variierte. Ihren Beschreibungen nach hatten sie den Eindruck von einem Schwungrad, das an Geschwindigkeit verlieren würde.

Bis heute lassen sich bei absolut guten Empfangsbedingungen hin und wieder entfernte Gespräche oder andere Hintergrundgeräusche "hinter" dem Summer hören. So konnte am 3. November 2001 ein Gespräch auf russisch gehört werden: „Я — 143. Не получаю генератор.“ (dt.: „Hier Einhundertdreiundvierzig! Ich empfange den Generator nicht.“) — „Идёт такая работа от аппаратной.“ (dt.: „Das ist, was der Betriebsraum sendet!“ (Allerdings könnte der zweite Satz auch mit „Es wird zur Zeit im Betriebsraum gearbeitet“ übersetzt werden.)[8]

Am 2. September 2010 wurde gehört, wie jemand im Hintergrund sagte: „Sie sollten funktionieren, sind aber schwach.“[9]

Diese Hintergrundgeräusche und Gespräche deuten darauf hin, dass kein Playback gesendet wird oder der Signalgeber direkt mit dem Sender verbunden ist. Viel mehr scheint es so, als würde der Summton über ein ständig offenes Mikrofon in den Sender eingespeist.

Vergleichsweise häufig wurden Probleme im Audiofilter und im Modulator des jeweils verwendeten Senders beobachtet.

Sprachnachrichten

Hinweis: Siehe auch Liste der Sprachnachrichten von Y01

Die Wahrscheinlichkeit eine Sprachnachricht zu empfangen, ausgewertet nach Wochentag und Uhrzeit.

Sprachnachrichten von Y01 sind im Vergleich mit anderen militärischen Funkstellen weltweit eher selten. Dabei ist es jedoch möglich, dass es Sprachnachrichten gab, die nicht von Hörern registriert wurden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurden viele Sendungen nicht aufgenommen, weil die Ausbreitungsbedingungen dies nicht zuließen und ein Empfang des Buzzers unmöglich war.

Die Auswertung zahlreicher Mitschnitte von Sprachnachrichten belegt, dass es verschiedene Sprecher für die Botschaften gibt. Bisweilen ist sogar eine Frauenstimme zu hören gewesen. Nicht selten kommt es vor, dass während einer Sprachnachricht weitere Stimmen im Hintergrund zu hören sind. Das legt nahe, dass die Nachrichten immer „live“ gesendet und nicht vorher aufgezeichnet werden. Es wurden auch Testsendungen aufgezeichnet, bei denen von 0 bis 9 gezählt wurde. Der Buzzing-Ton wurde dabei aber nicht immer unterbrochen, lief entweder mit gleicher Lautstärke weiter oder war im Hintergrund weiterhin hörbar.

Anomalien

Es konnten einige besondere Aussendungen auf der Frequenz 4625,0 kHz von S28 gehört werden, die einen gewissen Seltenheitswert besitzen, da sie nicht zu den sonst üblichen (Sprach-) Aussendungen gezählt werden können.

Anomalien in 2010

  1. Am 7. Juni 2010 brach die Sendung ab.[10] Es gab eine kurze Unterbrechung und der Ton wurde erneut verändert ("langsameres" Summen). Die Gründe sind unklar, auch wenn es Gerüchte gibt, dass es vor dem Abbruch eine weitere Sprachnachricht gab. Belegt ist dies jedoch nicht. Am 8. Juni 2010 ging der Sendebetrieb weiter. Etwa zu diesem Zeitpunkt wurde der normale Brummton des Senders erneut verändert. Der Ton wurde tiefer und klingt nun mehr wie ein entferntes Nebelhorn. Ob dies beabsichtigt oder eine Fehlfunktion ist, ist unklar.
  2. In der Nacht vom 01.09. auf den 02.09.2010 wurde der Brummton abgestellt und stattdessen ein Auszug aus dem Ballett Schwanensee von Pjotr Iljitsch Tschaikowski gespielt [11]. Bis zum 03.09.2010 schwieg die Station. Als der Sendebetrieb wieder aufgenommen wurde, wurde das Musikstück erneut gespielt.[12] Auch andere Testsendungen waren zu hören. In dieser Zeit fand der vermutliche Standortwechsel statt, bei dem auch das neue Rufzeichen eingeführt wurde.
  3. Am 12.10.2010 wurde gegen 1336z eine Sprachnachricht aufgezeichnet. Das Besondere an dieser Aufnahme ist, dass der Buzzer-Ton stottert, die Stimme jedoch nicht.
  4. Im Oktober und Anfang November 2010 gab es eine Zeit lang Probleme im Audiozweig des Buzzers: Es war ein starkes Netzbrummen zu hören. Dieses setzte mit Unterbrechung für eine Nachricht zusammen mit dem Buzzer-Ton aus.
  5. Besonders ungewöhnlich ist die Übertragung eines Telefonats am 11.11.2010 um 1400z. Dabei wurde der normale Sendebetrieb für über eine halbe Stunde ausgesetzt.

Anomalien in 2013

  1. In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 2013 war die Aussendung gestört. Das Signal war stark verzerrt und es wurden in den "Stillezeiten" zwischen den Tonaussendungen Störgeräusche (splatter) mitübertragen. Dies ist vermutlich auf einen Defekt am verwendeten Sender selbst zurückzuführen. Am frühen Vormittag des darauffolgenden 22. Dezember verstummte der Buzzer bis etwa 13:20 UTC komplett.

Anomalien in 2014

  1. Im Januar 2014 wurde wiederholt ein Effekt im Audio-Signal bemerkt. Er lässt sich mit dem Geräusch eines Hubschraubers vergleichen. Dieser Effekt ist auch in der Aufnahme vom 04.02.2014 zu hören. Jedes mal kurz bevor der Buzzer-Ton gesendet wurde waren Hintergrundgeräusche zu hören, die in der Lautstärke zunahmen. Vermutlicher Urheber für diese Anomalie ist eine möglicherweise im Sender eingebaute - defekte - automatische Eingangsregulierung, die in jeder Pause die Verstärkung erhöht.
  2. Am 04.02.2014 und den folgenden Tagen wurden Schwankungen in der Tonhöhe des Brummtons registriert. Hierauf basieren die Rückschlüsse, dass der Summton elektromechanisch, mit einer rotierenden Scheibe, erzeugt wird, die in diesem Fall nicht mit gleichbleibender Geschwindigkeit arbeitet. Dafür spricht auch eine weitere Aufnahme vom 13.12.2013 2050z, in der die Tonhöhe innerhalb kurzer Zeit stark schwankt.
  3. Am 12.02.2014 wurde eine Art Anruf einer weiblichen Stimme gehört. Die Zeitangabe dazu ist 12:40 Uhr, wobei nicht bekannt ist ob es sich um UTC handelt. Während des Gespräches wurde der wiederholte Buzzer-Ton nicht unterbrochen. Der Inhalt kann wie folgt übersetzt werden:

"Ale, Ale, ein (an) Vulkan? Ale, Ale, Ale, ein (an) Vulkan? ... Ale ... nicht hören können ... Ja, ich weiß nicht, was es ist nur so, dass ... Herr, wo sind ... Und wer heute hier? ... Nun, wir haben alle gehört ... Ich weiß nicht ... Klar. Ale, und was zu tun? Wieder einmal, sie zu nennen? ... Ich weiß nicht ... Also, Maria, und was ist der Kanal in Vulkanovski? ... 31. Februar 10. April ... Oh, gerade jetzt, hing ein Moment, okay? Wieder das ist, was, 31 was? ... 31. Februar 10. April ... 10. April? Gerade jetzt werde ich schreiben ... Ale Ale Ale ... Hey, du siehst ... Bitte Ich werde sie selbst anrufen. Und am Kanal schauen"


Aufnahme 1


Aufnahme 2

Dieses Gespräch wurde von verschiedenen Standorten empfangen, wobei die Lautstärke von Stimme und Buzzer in einem unterschiedlichen Verhältnis waren. Daraus lässt sich schließen, dass es sich um mindestens zwei getrennte Senderstandorte handelt.

Anomalien in 2015

  1. Eine mögliche Nacht- oder Alternativfrequenz [13] (3216,0kHz) wurde bislang nur im Zeitraum vom 19.02.2015 bis ca 24. oder 27.02.2015 beobachtet. Gesendet wurde in J3E-U, also im oberen Seitenband ohne Träger. Ob Sprachnachrichten gehört wurden ist unbekannt.
  2. Am Abend des 24.09.2015 fiel der Marker für einige Zeit aus, der Träger wurde jedoch weiterhin gesendet. Möglicherweise nutzten Funkpiraten diesen Moment und sendeten eine typisch amerikanische Melodie wie sie von den sogenannten "ice cream trucks" bekannt ist. Später wurde der Titel „Zhuravli“, was so viel wie Kraniche bedeutet, gesendet. Das Musikstück hat verschiedene Versionen, im vorliegenden Fall ist es von Mark Bernes aus dem Jahre 1969. Der Ursprung des Liedes geht auf den Poeten Rasul Gamzatov zurück, der dieses Lied über den Zweiten Weltkrieg bei einem Besuch in Hiroshima schrieb. Die fliegenden weißen Kraniche werden mit toten Soldaten assoziiert. Ob die Sendung des Liedes von S28 stammt ist ungewiss, die Aktivität eines, möglicherweise politisch motivierten, Schwarzfunkers scheint aber wahrscheinlicher.
  3. Seit etwa dem 15.10.2015 gibt es eine neue Tagesfrequenz auf 6998kHz. Sprachnachrichten wurden gehört, die Sendungen wurden parallel zur 4625kHz ausgestrahlt.

Anomalien in 2016

  1. Am 25. Juli2016 kam es zu einem Ausfall des Buzzers. Gegen 2305 UTC "brach" das Signal ab, verstummte für etwa drei Minuten und setzte dann wieder ein. Allerdings war der Marker leicht verändert (kürzerer Abstand zwischen den Brummtönen).[14]

Anomalien in 2017

  1. Im Sommer 2017 wurde die "Tagfrequenz" das letzte Mal geloggt.
  2. Im September 2017 stellten UDXF-User fest, dass M32, M32a, M32b und M32c, teils nach dem Buzzer, teils (als Hintergrundgeräusch bei S28 und extra) parallel zum Buzzer, auch Nachrichten senden. Dies bedeutet, dass der Buzzer vielleicht für alle Russischen Teilstreitkräfte eine Bedeutung haben könnte!

Anomalien in 2019

  1. Am 1. März 2019 wurde das neue Rufzeichen ANVF zum ersten Mal verwendet.

Zweck und Nutzen

Inzwischen gilt es als gesichert, dass das russische Militär (Heer) der Hauptnutzer von Y01 wie auch der übrigen Stationen des Monolith-Netzwerkes ist. Offenbar handelt es sich bei diesem Netzwerk um ein Führungssystem, mit dem von einem zentralen Knoten viele Empfänger informiert oder alarmiert werden. Ob das Monolith-Netzwerk in dem Fall als ein Backup oder als Hauptverteilerkreis fungiert ist nicht bekannt.

Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diese einzelnen Funkkreise dafür genutzt werden, die Bereitschaft, Verfügbarkeit, Funktion oder den Zustand von Einrichtungen zu prüfen bzw. zu verifizieren. Dafür sprechen die Art der Sendungen sowie die bislang ermittelten ungefähren Standorte.

Offenbar wird Y01, wie auch die anderen Sender des Monolith-Netzwerks, von regionalen Nachrichtenzentralen der russischen Streitkräfte bedient, wobei diese Zentralen an großen militärischen Standorten angesiedelt, die jeweiligen Sender aber disloziert sind. Die bis vor einigen Jahren gängige Theorie, Y01 wäre der Sender eines sogenannten Totmannschalters ist damit zwar nicht grundsätzlich falsch, betrachtet aber nur einen geringen Teilaspekt der Bedeutung dieses Netzwerks und seiner jeweiligen Funkkreise.

Der im obigen Bild (und Text) erwähnte RX "Ischim-003"

Es gibt Hinweise darauf, dass die Frequenz 4625,0 kHz einem Netz namens „Funkkreis 43“ angehört. Ob dies nur den "Funkkreis" des Buzzers oder das gesamte Monolith-Netz bezeichnet ist dabei unklar. Jedenfalls würde dies einerseits die Bedeutung der Sprachnachricht vom 3. November 2001 erklären („Hier Einhundertdreiundvierzig...“): Teilnehmer am "Funkkreis 43" identifizieren sich durch einen Präfix, der dem Namen des Funkkreises vorangestellt wird. Auf der anderen Seite passt die Bezeichnung "Funkkreis 43" zum nebenstehenden Bild.[15] Auf dem Schild ist folgender Text zu lesen[16]:

Radioempfänger Typ "ISCHIM-003"
Radio-Netzwerk No. 43 (analog Funkkreis 43)
Arbeitsfrequenz: 4625 kHz
Betriebsdauer: H24

Ein wissenschaftlicher Nutzen, möglicherweise auch gemeinsam mit dem militärischen, erscheint heute sehr unwahrscheinlich. Tatsächlich taucht aber in einem 2008 veröffentlichten Artikel im „Russian Journal of Earth Sciences Vol. 10 – 2008“ zum Thema „Hochfrequenz-Doppler-Verfahren zur Ionosphärenforschung“ die vom Buzzer genutzte Frequenz 4625 kHz exakt dokumentiert auf. Demnach wird ein dauerhaftes Signal gesendet, das in einem „speziellen Frequenzbereich liegen muss“, damit es an der Ionosphäre reflektiert wird. Dadurch können Veränderungen der Ionosphäre nachgewiesen werden, die zum Beispiel auf seismischen Aktivitäten basieren.[17] Es kann nicht mit Sicherheit belegt werden, wie hoch die „Echtheit“ dieses Artikels ist. Möglicherweise liegt hier ein Schreibfehler vor - aus 4625 kHz werden möglicherweise 4625 MHz. Aber außer dieser wissenschaftlichen Publikation ist die Frequenz 4625 kHz in keiner weiteren derartigen Abhandlung aufgetaucht. Von daher kann es ebenso möglich sein, dass dieser Artikel entweder falsch ins Englische übertragen wurde oder gezielt der Desinformation dient.

Empfang

Der „Buzzer“ kann mit jedem handelsüblichen Weltempfänger aufgenommen werden, sofern die Ausbreitungsbedingungen dies zulassen. In Deutschland ist Y01 besonders in den Abendstunden zu hören, bleibt über Nacht klar und deutlich empfangbar und „verschwindet“ um den oder kurz nach dem Sonnenaufgang. Für die Sendungen von Y01, die ohne Träger abgestrahlt werden, ist jedoch mindestens ein Kurzwellenempfänger mit SSB-Schaltung oder BFO-Regelung erforderlich.

Senderstandorte

Es liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt (April 2018) keine absolut exakten Informationen über Senderstandorte vor. In Bezug auf die Geheimhaltung arbeitet das russische Militär besonders akkurat. Allerdings offenbar auch nur so lange, bis etwas verändert wird, wie die Berichte über den ehemaligen Senderstandort Povarovo vermeintlich belegen. Gesichert ist derzeit ausschließelich, dass sich der oder die Sender im europäischen Teil Russlands befinden.[2]

Von entsprechend ausgestatteten und ambitionierten Kurzwellenamateuren durchgeführte Peilungen ergaben bislang keine eindeutige Standortermittlungen – die Fehlerquote war bei allen bisherigen Versuchen zu hoch. Zunächst gingen Beobachter von Y01 davon aus, dass das Signal von lediglich einem einzigen Standort ausgestrahlt wurde. Seither verdichten sich jedoch Hinweise, dass es mehr als einen Standort gegeben hat. Dies belegen inzwischen auch die immer wieder unternommenen Peilversuche von Funkamateuren. Seit etwa 2012 gibt es sogar die Theorie, dass es sich um drei gleichzeitig arbeitende Sender handelt.[2] Belegt ist diese These jedoch bis dato (April 2018) nicht.

Povarovo

Dass in der Umgebung von Povarovo eine militärische Sendestelle betrieben wurde, darf als gesichert angenommen werden. Neben sogenannten "Urban Explorern" (Urbexer), die das Gelände durchkämmt haben, stattete der New Yorker Journalist Peter Savodnik dem Gelände im Spätsommer 2011 einen Besuch ab[18]. Er schildert seine Eindrücke wie folgt:

Heute ist der kleine Armeestützpunkt bei Povarovo, von dem aus so viele Jahre gesendet wurde, fast verlassen. Alte kommunistische Plattenbauten, ein paar Datschen jüngeren Datums, Frauen, die Gurken und Honig ernten. Das Armeegelände ist umzäunt, Schilder verwehren Zivilfahrzeugen die Zufahrt, aber es gibt weder Bewacher noch elektrische Zäune, und die Tore sind nicht verschlossen. Nirgendwo Menschen, bloß bei den Häusern, in denen die Frauen, Kinder und Enkel der Soldaten wohnen, die hier einmal gedient haben. »Das hier war wie ein Paradies«, sagt eine Frau namens Natalia, deren verstorbener Mann Chauffeur des Stützpunktkommandanten war. Als ich mich bei ihr nach dem Sendemasten jenseits des Zauns erkundige, sagt Natalia, niemand gehe je dorthin.
Die schmale Straße zum Turm führt an einer Handvoll verlassener Gebäude entlang eines Kiefernwaldes vorbei. Der Turm, von einem zweiten Zaun umgeben, ist zwischen 30 und 45 Meter hoch, rot-weiß lackiert und schon etwas rostig, drei oder vier Satellitenschüsseln sind an ihm angebracht. In der Nähe: ein Schuppen, eine grüne Wellblechhütte, in der Kabel und elektrisches Gerät gelagert werden, und ein steinerner Bau, schon von Moos überwachsen. Es scheint eine unterirdische Anlage zu geben: Das Feld, auf dem sich der Sendemast erhebt, ist von Metallzylindern durchlöchert, wahrscheinlich Belüftungsschächte. Außerdem ist da noch ein kleines, rosa gestrichenes Gebäude, das wie der Zugang zu einer in die Tiefe führenden Treppe wirkt. Im Steinbau ist eine Tür nur halb verschlossen. Wenn man sie öffnet, blickt man in ein schwarzes Loch, in das vor Jahren oder Jahrzehnten noch eine Leiter hinabgeführt haben mag. Ich werfe einen Stein in die Tiefe, bis zum Aufschlag vergeht ungefähr eine Sekunde –was immer da unten ist, liegt also mindestens zehn Meter unter der Erde.
Nahe dem Zaun, der den Funkturm umgibt, befindet sich ein weiteres einstöckiges Gebäude, ebenfalls rosa gestrichen. Vor dem Gebäude: eine große Antenne und ein Baum. Zwischen dem Baum und dem Gebäude hat jemand ein Kabel gespannt, an das ein kläffender Hund angeleint ist. Sobald man sich der Tür des Gebäudes nähern würde, käme man in den Einflussbereich des Hundes, der endlos und so grimmig bellt, als hätte man ihn geschlagen. Die Tür wirkt verschlossen. Drin brennt kein Licht. Kein Mensch weit und breit. Und doch muss es jemanden geben, der den Hund füttert.[19]

Savodniks Beschreibungen sind zwar vergleichsweise detailliert, helfen jedoch nicht weiter[18]. Auf Google-Maps kann anhand seiner Ausführungen nicht eindeutig ausgemacht werden, wo der Sender bis 2010 in Betrieb war. Es gibt zwei recht eindeutige Hinweise auf den ehemaligen Standort:

  1. Auf der Position 56°04'59.3"N 37°05'21.0"E findet sich ein Eintrag „UVB-76“. Diese passen aber nicht zu den von „Urban Explorern“ (Urbexer) gemachten Bilder vom angeblichen ehemaligen Standort (siehe Galerie am Ende des Artikels)
  2. Als zweites käme ein Areal bei 56°01'52.8"N 37°01'53.8"E in Frage. Hier ist zumindest noch ein hoher Gittermast zu sehen, wie er auch auf einem Foto im WIRED-Magazin abgebildet ist (siehe Galerie unten).

Bildergalerie

Hinweis: Der Betreiber des UTDX-Wikis übernimmt keine Gewähr für die Authentizität von Fotografien abseits von Google Maps, Google Earth oder anderen ähnlichen Portalen. Es ist nicht hinreichend belegbar, dass alle nachfolgenden Abbildungen den tatsächlichen (ehemaligen oder aktuellen) Senderstandort zeigen!

Kerro-Massiv

Falsch interpretierter Standortwechsel, von Pskov wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit nie gesendet

Im August / September 2010 wurde der Buzzer eine Zeit lang nicht gehört. Man nimmt inzwischen allgemein an, dass in dieser Zeit ein Standortwechsel vollzogen wurde. Zunächst kursierte der Name Pskov als neuer Standort durch die Newsgroups und Foren. Dies konnte jedoch inzwischen widerlegt werden, auch wenn selbst die englische DAILY MAIL über einen Sender in Pskov berichtete (siehe nebenstehende Grafik).[18][20] In den folgenden Monaten wurden weitere Einpeilversuche unternommen und man stieß im Zuge dieser Recherchen bei Google Maps auf eine Kurzwellen-Sendeanlage nördlich von St. Petersburg bei Koordinaten 60°18'40.1"N 30°16'40.5"E, südlich der Ortschaft Kerro-Massiv. Die Angaben zu dieser Kurzwellen-Sendestelle sind widersprüchlich. Auf der einen Seite wird behauptet, der Buzzer würde von dort senden, andererseits wird die Anlage als Sendestelle der „Stimme Russlands“ und dessen Auslandsdienst bezeichnet. Eine Annäherung an die Sendestelle via Street View zeigt ein paar nüchterne Backsteinbauten und zwei Einfahrten mit schmucklosen Stahltoren ohne weitere Kennzeichnung. Somit ist nicht klar erkennbar, ob es eine zivile oder militärische Einrichtung ist. Siehe dazu die Bilder weiter unten.

Ob Kerro tatsächlich ein ehemaliger Senderstandort von S28 ist kann nicht mit Sicherheit bestätigt werden, erscheint aber recht unwahrscheinlich. Denn es ist allgemein bekannt, dass das Militär in Russland seine sicherheitsempfindlichen Funkstellen gerne in ausgedehnten Waldgebieten unterbringt und somit vor der Öffentlichkeit verbirgt. Daher ist es viel wahrscheinlicher, dass die Funkanlage bei Position 60°07'40.7"N 30°22'53.8"E in der Nähe von Okhtinskoye Razdol'ye, 40 Kilometer südlich von Kerro Massiv, eine Quelle des Buzzers ist. Auch hier ist eine Annäherung über Street View möglich – einige Bilder sind weiter unten zu sehen. Beide Funkstellen liegen an der Autobahn A121 nördlich von St. Petersburg.

Südlich von St. Petersburg bei Maloje Karlino gibt es eine weitere, vergleichsweise große, Sendestelle, die vereinzelt auch als Senderstandort des Buzzers gehandelt wird.[21]

Weiterhin gibt es einen Videohinweis[22], in dem zu sehen ist, wie ein Degen 1103-Empfänger mit eingeklappter Antenne direkt am Sender in Kerro-Massiv das Signal des Buzzer laut und klar empfängt. Hier kann aber auch die nur geringe Distanz zu dem erwähnten anderen Sender, 40 km südlich bei Okhtinskoye Razdol'ye, diesen Trugschluss hervorrufen. Selbst tagsüber ist diese Entfernung für die vom Sender ausgehende Bodenwelle unbedeutend.

Eine der beiden Sendestellen kommt aber in jedem Fall in Frage. Sie soll zum „60. Kommunikations-Knoten St.Petersburg“ gehören und wird sehr wahrscheinlich von St. Petersburg aus ferngetastet. Dazu gibt es Bildmaterial von einem wahren Antennenpark auf dem Dach eines Gebäudes am Schlossplatz.

Bildergalerie

Hinweis: Der Betreiber des UTDX-Wikis übernimmt keine Gewähr für die Authentizität von Fotografien abseits von Google Maps, Google Earth oder anderen ähnlichen Portalen. Es ist nicht hinreichend belegbar, dass alle nachfolgenden Abbildungen den tatsächlichen (ehemaligen oder aktuellen) Senderstandort zeigen!

Naro-Fominsk

Berichten auf der Webseite PRIYOM.ORG zufolge soll das Signal von S28 inzwischen jedoch nicht mehr aus Kerro-Massiv gesendet werden. Ein weiterer Standortwechsel zurück in die Nähe von Moskau scheint wahrscheinlich, ist jedoch bis dato (April 2018) nicht belegt.[23] Da das Gelände in Povarovo definitiv aufgegeben wurde rückt ein anderer Standort, an dem bereits umfangreiche HF-Antennen gesichtet wurden, in den Fokus: Naro-Fominsk.

Der Standort bei den Koordinaten 55°19'44.7"N 36°49'10.5"E gilt nach aktuellem Kenntnisstand als Quelle der Sendungen von REA4 (Luftwaffe Moskau) bzw. RIW (Marine Moskau). Es ist aber unwahrscheinlich, dass die russischen Landstreitkräfte, denen der Buzzer bzw. das Monolith-Netzwerk zugeordnet wird, diese große Sendestelle mitnutzen darf. Viel wahrscheinlicher ist eine eher kleine Kommunikationseinrichtung bei Position 55°25'36.0"N 36°42'32.0"E, unmittelbar nördlich von Naro-Fominsk. Zumindest wurde sie auf Google Maps bereits als QTH von UZB-76 gekennzeichnet.

Aktuelle Triangulationen, die diesen Standort belegen, gibt es bis heute (April 2018) nicht. Es sind aber Bemühungen im Gange, vor allem von Kurzwellenamateuren aus Russland, den oder die Standorte weiter einzugrenzen. Die Umsetzung wird sich, wenn es tatsächlich mehrere gleichzeitig aktive Sender (-standorte) gibt, sehr schwierig gestalten.

Bildergalerie

Hinweis: Der Betreiber des UTDX-Wikis übernimmt keine Gewähr für die Authentizität von Fotografien abseits von Google Maps, Google Earth oder anderen ähnlichen Portalen. Es ist nicht hinreichend belegbar, dass alle nachfolgenden Abbildungen den tatsächlichen (ehemaligen oder aktuellen) Senderstandort zeigen!

Sendetechnik

Russischer Kurzwellensender Typ MOLNIYA-2, Urheber unbekannt

Am alten Standort bei Povarowo fanden sich Sender vom Typ Molniya-2M (PKM-15) und Molniya-3 (PKM-20), sowie ein Viaz-M2, der offenbar als Reservesender gedient hat. Bei den Antennen handelte es sich um horizontale Dipole VGDSh, die in einer Höhe von ca. 20 m über dem Boden angeordnet waren.

Welche Sendetechnik an den neuen Standorten eingesetzt wird, ist unbekannt. Aus technischen Gründen ist aber davon auszugehen, dass dort eine ähnliche Konfiguration existiert wie am alten Standort.

Medieninteresse

"FanArt"-Logo von UVB-76, das in vielen Foren, Blogs und Newsgroups zum Thema Buzzer zu finden ist (Urheber unbekannt)

Im Internet kursieren viele Spekulationen und Gerüchte über S28. Mehrheitlich hat sich auch hier der Name UVB76 als Bezeichnung eingebürgert, was eindeutig ein Folgefehler in der Berichterstattung ist. Darüber hinaus taucht S28 als "UVB76" bzw. "UVB-76" immer wieder in Presse-, Blog- und weiteren Medienberichten auf. Meist handelt es sich dabei lediglich um Zusammenfassungen von Erkenntnissen, die bereits seit längerem bei PRIYOM.ORG oder NUMBERS & ODDITIES hinterlegt sind. Dazu wird mehr und mehr das Clientel der Verschwörungstheoretiker bedient, indem bei neueren Berichten die inzwischen belegten Fakten einfach weggelassen werden und nur über die bisherigen (und zum Teil überholten) Spekulationen berichtet wird.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://de.verschwoerungstheorien.wikia.com/wiki/UVB-76 Erwähnung des Sendebeginns 1973
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 "The Buzzer Primer" auf www.numbersoddities.nl (PDF)
  3. "Buzzer Logs Dezember 2015" auf priyom.org
  4. http://web.archive.org/web/20080129132739/http://www.geocities.com/uvb76/
  5. Aufnahme aus den späten 90er Jahren
  6. http://www.radioscanner.ru/forum/index.php?action=vthread&topic=12415&forum=3&page=2
  7. Ary Boender: Numbers & Oddities: Column 1. http://www.cvni.net/radio/nsnl/nsnl000/nsnl0a.html
  8. http://www.cvni.net/radio/e2k/e2k008/e2k08odd.html
  9. Aufnahme des Satzes
  10. http://tech.slashdot.org/story/10/06/06/032235/Mysterious-Radio-Station-UVB-76-Goes-Offline
  11. Musikstück
  12. Aufnahme vom 2. September 2010. http://uvb-76.blogspot.com/2010/09/uvb-76-playing-music.html
  13. | Die Nachtfrequenz des Buzzers
  14. Video bei YouTube, hochgeladen von Nutzer "SteamWulf" abgerufen am 10.03.2018
  15. Fotoquelle: NVA-FORUM, abgerufen am 24.03.2018
  16. Dank an OM Wolf aus dem Forum für die Übersetzung!
  17. http://elpub.wdcb.ru/journals/rjes/v10/2007ES000227/2007ES000227.pdf PDF-Version über das Borok-Observatorium, mit dem Hinweis auf die „Trägerfrequenz“ 4.625 MHz auf Seite 6
  18. 18,0 18,1 18,2 Peter Savodnik: Inside The Russian Short Wave Enigma - WIRED Magazine, 27.09.2011, abgerufen am 04.04.2018
  19. Peter Savodnik: "Radio Ratlos", erschienen als deutsche Übersetzung aus dem WIRED-Magazine in SZ-Magazin Heft 51/2011, abgerufen am 10.03.2018
  20. Can YOU solve the mystery of UVB-76? Radio station has 'buzzed' every second since the 1970s - but no one knows why, Artikel auf dailymail.co.uk, bei dem die Stadt Pskov als neuer Senderstandort genannt wird, erschienen am 31.12.2014, abgerufen am 07.03.2018.
  21. Shortwave Radio World: The Russian Military Radio Network - from Squeaky Wheel to Pip, veröffentlicht am 13.12.2013, abgerufen am 12.03.2018
  22. Ein Degen 1103 mit eingeklappter Antenne empfängt den Buzzer in Kerro-Massiv sehr laut
  23. „Buzzer“-Seite bei priyom.org

Quellennachweise


Wikipedia.jpg
Quelle: Wikipedia!


Der Artikel Y01 ist in ähnlicher Form auch bei WikipediaW unter https://de.wikipedia.org/wiki/UVB-76 zu finden.


Die Stationen aus dem russischen Monolith Netzwerk
Aktive Stationen:
Y01 (Buzzer) (Messages) • Y02 (Pip)Y03 (Squeaky Wheel)Y04 (Marker D)Y05 (Marker T)
Y06 (Goose)Y07 (Airhorn)Y08 (Katok-65)Y09 (Alarm)Y10 (Vega-33)Y11 (Baron-78)