Sandbox:G22: Unterschied zwischen den Versionen
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Wann genau Bulgarien G22 in Betrieb nahm ist bis heute (Stand Mai 2023) unklar. Die ältesten bekannten Beobachtungen und Logs weisen auf die Jahre 1982 und 1983. | |||
Sendungen waren allerdings nur schwer zu entdecken, da der Sendeplan von G22 wie auch seiner ''Geschwister'' sehr spärlich war. Offenbar gab es schon in den 1980er-Jahren maximal nur drei Sendungen im Monat. Dadurch sind nur wenige Sendungen dokumentiert. Gleichzeitig sind die nicht viele Frequenzen bekannt. Offenbar wechselten diese mindestens alle zwei Monate und wurden im nachfolgenden Jahr nicht wieder verwendet. | |||
Auch das von G22 verwendete Frequenzspektrum machte ein genaues Beobachten dieses Zahlensenders schwierig. Der Sender arbeitete zwischen 4 und 8 MHz und war zudem meist in der Nähe von überlagernden Sendern aktiv. Somit gingen sehr wahrscheinlich viele Aussendungen von G22 in Mitteleuropa unter und wurden dementsprechend nicht geloggt. | |||
=== Erstes Log === | === Erstes Log === | ||
Das erste heute noch bekannte Log stammt nach dem heutigen Stand der Recherchen (Mai 2023) aus dem Frühjahr 1983, nachdem es schon Meldungen zu dieser Station im Sommer 1982 gegeben haben soll. Ein genaues Datum ist nicht bekannt. | |||
Mit der Auflösung des Warschauer Paktes verstummte G22 zunächst, wurde dann aber im September 1997 wieder gehört. | |||
=== Letztes Log === | === Letztes Log === | ||
Laut NSRIC (Numbers Stations Research and Information Center) wurde G22 im Februar oder März 2006 das letzte Mal geloggt. Aus den bisherigen Recherchen geht auch hier kein exakteres Datum hervor. | |||
== Format == | == Format == | ||
Version vom 6. Mai 2023, 20:57 Uhr
| Dies ist eine Sandbox für den RC- des Artikels G22! Dieser Artikel befindet sich aktuell in der fachlichen Überarbeitung! |
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| Besondere Anmerkungen oder Notizen: | ||
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| Letzte Bearbeitung am 06. 05. 2023 |
| Navigation Zahlensender | |||||||||
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| Eckdaten von G22 | |
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| 120px Ehrenzeichen des KDS mit dem ersten Logo der Agentur (1963–1965) | |
| Family (nach ENIGMA / E2k) |
XV |
| Stimme / Sprechweise | YL, Deutsch |
| Spitzname / Alias | „Edna Sednitzer“ |
| Modulation | LSB (J3E) |
| Nationalität | BUL Bulgarien |
| Sprach-Derivate | E18, S04 |
| Morse-Derivate | M13 |
| Status | Inaktiv |
| Erstes Log | unbekannt |
| Letztes Log | Februar/März 2006 |
| Siehe auch: Liste der Zahlensender | |
G22 war ein Zahlensender, der auch unter der Bezeichnung Edna Sednitzer (German (Lady)) bekannt wurde.
Klassifizierung
Der Zahlensender G22 ist durch die ENIGMA-Gruppe aufgrund der Sprache (für G = German) klassifiziert und wird der sog. Family XV zugeordnet. Zu seinen Geschwistern gehören E18 und S04, sowie M13. Allen drei Sprach-Zahlensendern war neben dem Format die Übertragung im unteren Seitenband (J3E-L bzw. R3E-L) sowie die äußerst schlechte Modulation gemein.
Betreiber
Da G22 zur gleichen Familie wie S04 gehört ist sehr wahrscheinlich der bulgarische Auslandsnachrichtendienst der Betreiber gewesen. Dabei sind alle Zahlensender dieser Familie noch während des Kalten Krieges auf Sendung gegangen, aber noch nach der Auflösung des Warschauer Paktes aktiv gewesen. Dadurch gilt es als gesichert, dass die Zahlesender G22, E18, S04 und M13 durch die Staatssicherheit Bulgariens (Komitee für Staatssicherheit - KDS) aus der Taufe gehoben und später von dessen postkommunistischem Nachfolger „Dohržavna Agencija "Razuznavane" (DAR)“ weiterbetrieben wurden.
Gegründet wurde der KDS bereits vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1944 durch den im sowjetischen Exil lebenden Georgi Dimitroff, der von 1946 bis 1949 bulgarischer Ministerpräsident war. Er organisierte das KDS nach dem Vorbild des sowjetischen KGB. Die „1. Hauptdirektion“ des KDS war mit der Auslandsaufklärung betraut und damit der Betreiber der Zahlensender gewesen sein.
Warum die kommunistische bulgarische Auslandsspionage erst mit Beginn der 1980er Jahre auf Zahlensender setzte ist nicht ganz geklärt. Möglicherweise waren die Reformproteste in Polen unter Lech Wałęsa und seiner Gewerkschaft Solidarność der Auslöser, die zur Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1981 und die Machtübernahme von General Jaruzelski einleitete. Zu dieser Zeit war das bulgarische KDS bereits bis zur Basis von Korruption durchsetzt und unter indirekter Kontrolle der bulgarischen Mafia. Das KDS kontrollierte den Drogen-, Waffen- und Menschenhandel in Bulgarien und musste mit den Reformbestrebungen im befreundeten Polen um Macht und Einfluss fürchten. Man verstärkte die Auslandsaufklärung, um sich vor revolutionären Kräften und Einflüssen aus dem Ausland zu wappnen. Gleichfalls dürfte es dem KDS darum gegangen sein, „Republikflüchtlinge“ im freien Westen in Gewahrsam und repatriieren zu können.
Mit dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes folgte ein schneller ideologischer wie politischer Kurswechsel Bulgariens in Richtung EU und NATO, denen das Land Anfang der 2000er-Jahre beitrat. Das sozialistisch durchtriebene wurde durch den Nachfolger Dohržavna Agencija "Razuznavane" (DAR) als nationaler Auslandsnachrichtendienst abgelöst, der offenbar das Prinzip der Zahlensender zur Versorgung von Agenten im Feld noch bis 2006 weiter verfolgte.
Große Bedeutung erlangte der DAR während des Kosovokrieges von 1998 bis 1999. In dieser Zeit konnte der Nachrichtendienst den Allierten in Europa und der NATO reichliche Informationen liefern, die schließlich die serbischen Aggressoren zur Aufgabe zwangen.
Bemerkenswert an G22 wie auch seinen Spachderivaten S04 und E18 ist, dass sie über das Ende des Kalten Krieges hinaus aktiv waren. Während das Land Bulgarien längst einen proeuropäischen Kurs eingeschlagen und sich um eine Mitgliedschaft in der EU und NATO beworben hatte, waren seine Zahlensender - allen voran M13 - nach wie vor aktiv. Allerdings schwiegen die drei Sprachsender kurz nach der Auflösung des Warschauer Oaktes, bis sie um 1997 (S04, G22) und 1998 (E18) für einige Jahre wieder ihren Betrieb aufnahmen.
Geschichte
Wann genau Bulgarien G22 in Betrieb nahm ist bis heute (Stand Mai 2023) unklar. Die ältesten bekannten Beobachtungen und Logs weisen auf die Jahre 1982 und 1983.
Sendungen waren allerdings nur schwer zu entdecken, da der Sendeplan von G22 wie auch seiner Geschwister sehr spärlich war. Offenbar gab es schon in den 1980er-Jahren maximal nur drei Sendungen im Monat. Dadurch sind nur wenige Sendungen dokumentiert. Gleichzeitig sind die nicht viele Frequenzen bekannt. Offenbar wechselten diese mindestens alle zwei Monate und wurden im nachfolgenden Jahr nicht wieder verwendet.
Auch das von G22 verwendete Frequenzspektrum machte ein genaues Beobachten dieses Zahlensenders schwierig. Der Sender arbeitete zwischen 4 und 8 MHz und war zudem meist in der Nähe von überlagernden Sendern aktiv. Somit gingen sehr wahrscheinlich viele Aussendungen von G22 in Mitteleuropa unter und wurden dementsprechend nicht geloggt.
Erstes Log
Das erste heute noch bekannte Log stammt nach dem heutigen Stand der Recherchen (Mai 2023) aus dem Frühjahr 1983, nachdem es schon Meldungen zu dieser Station im Sommer 1982 gegeben haben soll. Ein genaues Datum ist nicht bekannt.
Mit der Auflösung des Warschauer Paktes verstummte G22 zunächst, wurde dann aber im September 1997 wieder gehört.
Letztes Log
Laut NSRIC (Numbers Stations Research and Information Center) wurde G22 im Februar oder März 2006 das letzte Mal geloggt. Aus den bisherigen Recherchen geht auch hier kein exakteres Datum hervor.
Format
| Format: | Siehe auch Format von Zahlensendungen | ||||||
| Erkennungssignal | Präambel | Sendung | Ende der Sendung | ||||
| Mit Message | |||||||
| Nr. | Einleitung | Text | Wiederholung | Ende | |||
| 1. | |||||||
| X. | |||||||
| NULL-Message | |||||||
Legende / Datenformate:
- iii / iiiii = ID in der Präambel, 3- / 5-stellig
- BB = Buchstaben-ID (nur bei E16/G16)
- aaa / aaaaa = "Agent" in der Präambel bzw. Einleitung, 3- / 5-stellig
- ddd / dddd / ddddd = „Decodekey“ in der Präambel bzw. Einleitung, 3-/4-/5-stellig
- R = Wiederholung (allgemein), R4m = Wiederholung für vier Minuten
- ggg = Gruppenzahlangabe, ein- bis dreistellig
- tt = Minutenangabe, zu der die Nachricht für diesen Agenten beginnt (nur bei G08)
- - = Trennzeichen, bei G03/G08 "Trennung"
- / = Trennzeichen, bei: G11 "Strich", E11/a "Oblique", S11 "Kreska", S11a "Cherta"
- fffff = Nachrichtentext, fünfstellige Zahlengruppe, einmal gesendet
- FFFFF = Nachrichtentext, fünfstellige Zahlengruppe, zweimal direkt hintereinander gesendet
- lllll = Nachrichtentext, fünfstellige Buchstabengruppe, einmal gesendet
- LLLLL = Nachrichtentext, fünfstellige Buchstabengruppe, zweimal direkt hintereinander gesendet
- nnn / nnnnn = Ende-Null, drei- oder fünfstellig, einmal gesendet
- NNN / NNNNN = Ende-Null, drei- oder fünfstellig, zweimal direkt hintereinander gesendet
Mit Format meine ich prinzipiell den Aufbau einer Sendung: Ton-Kennung (z. B. Gong oder Tirolmusik), Aufteilung in Präambel, ID (oder auch AGL -> Agentenlistung), Spruchbeginn, welche Art von Gruppen (4er, 5er, Zahlen, Buchstaben) usw.
Sprache und Stimme
... Umschreibung der Stimme: Eher weich (z. B. G06, G07 oder G08) oder herrisch (G03). Dann, ob sie erst live gesprochen wurde und später synthetisiert usw.
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| „Einz“ | „Zvou“ | „Drrei“ | „Fierr“ | „Fühnnef“ | „Sächs“ | „Sibben“ | „Achtt“ | „Neuenn“ | „Sirrou“ |
Varianten
... Welche Derivate gibt es? Z. B. der Unterschied zwischen S11 und S11a.
Varianten bezieht sich nicht auf unterschiedliche FORMATE!!! Bitte hierzwischen genauestens unterscheiden!!!
Sendeplan
Der Sender .... Gab es feste Sendepläne wie dereinst bei G03 oder G08? Oder eher etwas pseudo-verwirrt wie bei Familie III mit E/G/S11?
Anomalien
... Die Beurteilung der Planmäßigkeit kommt wenn dann überhaupt in den Sendeplan. Hier werden maximal die (groben) Abweichungen eingepflegt -> Unpünktlichkeiten?
Fehlerhafte Sendungen
... Welche Bugs sind beobachtet worden?
Störungen und Interferenzen
... Gab es Aussetzer beim Sender oder Interferenzen mit anderen Zahlensendern? Interferenzen mit Rudfunksendern oder einer Morsestation auf der Nachbarfrequenz sind hier aber uninteressant.
Tondokumente
... Hier kommen die Klangbeispiele hin. Wie wir die ins Wiki einbinden muss ich noch genauer überlegen. Am liebsten wäre mir, sie auf meinem Server abzulegen (gespiegelt auf meiner lokalen Platte) und dann per Link ins Wiki zu verknüpfen. Andernfalls könnten wir Gefahr laufen, die Files bei Abschaltung der Zielseiten zu verlieren.
Literatur
- Autor: Titel (Verlag) Auflage Jahr, ISBN o. ä. m.
Weblinks
Einzelnachweise
Quellen
- [adresse Inhalt]
Zusammenfassung bzw. weitere Punkte (alles nur Ideen, die noch diskutiert werden können):
- Klangbeispiele können passend überall eingebunden werden
- Wenn möglich tabellarische Übersichten (sortierbar oder unsortierbar nach "Lage"
Alles weitere kann dann im Forum noch diskutiert werden!